Teasertext

Das beste/schlechteste aus Trash TV und mehr - sehr genau angeschaut und freundlich kommentiert ...

Mittwoch, 11. Juli 2012

Die Wollnys: Große Dialogkunst im Dauerfeuer auf RTL 2



Das erste Phänomen, das mir bei der letzten Folge "Die Wollnys" auf RTL 2 in den Kopf kam ist das Buddy-Tabu-Syndrom. Hab ich erfunden, ist aber für manche tatsächlich traurige Realität: Freundinnen, die miteinander Tabu spielen verstehen sich auf Anhieb. Begriffen wie "Datenautobahn" können über einen perfekt intonierten Seufzer aus tiefsten Lungenregionen erklärt werden. Ist komisch, klappt aber immer. Bei der Großfamilie Wollny ist das ähnlich. 
Die reden eigentlich nur Nonsens am Stück - nehmen das aber immer als Grund, irgendwie miteinander zu agieren und jeder weiß, warum der andere eigentlich so nervt. Ich werf nochmal in den Ring, dass diese ganze seichte Entertainment-Brühe auch noch mit Drehbuch abgedreht wird.



Heute hat Sarafinas Freund Peter Stress zu Hause und will bei den Wollnys übernachten. 

Freiwillig - hier steckt doch schon der erste Fehler im Script. Sarafina soll den Stress aber für sich behalten und nur fragen, ob er darf. Das klingt bei den Wollnys so:


Papa Wollny: "Was gibts denn. So wichtiges?"
Sarafina: "Ich hab grad mit Peter geredet ... ähm, kann er hier n paar Tage schlafen?"
Mama Wollny: Wie du hast grad mit Peter geredöööt? Du redest den ganzen Tach mit dem doch!
Papa Wollny: Hier n paar Tage schlafen, nee, auf kein Fall.
Sarafina: Ja ich hab versprochen dass ich euch nix sage. Aber bei dem zu Haus isses grad nicht so ... gut
Mama Wollny: Bei dem isses nicht so gut, Sarafina, bei mir isses auch nicht gut. Ich weiß auch nicht wo ich hingehen kann. Ich mach auch hier nicht den Ausreißaaa
Papa Wollny: Wat heißt bei dem  isses grad nich so ... gut?
Sarafina: Ja ich hab versprochen dass ich nix sagö
Papa Wollny: Ja Sarafina, da kann ich jetzt nix mit anfangen Sarafina!
Mama Wollny: Sarafina, du hast versprochen datt de uns nix sagst, dann halt det Versprechen doooch 
Papa Wollny: Wat hatt er denn für Stress mit seinem Vater?
Sarafina: Ja ... ich darf euch nix sagön
Papa Wollny: Ja Serafina, mit der Aussage kann ich nichts anfangen. Du fragst uns ob er hier n paar Tage schlafen kann, aber ich weiß gar nicht warum er das sollte. graaaaah, jetzt guckt se wieder mit ihren treudoofen Augen
Mama Wollny: Du wärst auch mal besser n Dackel gworden, dann würdste heute bellen statt uns aufn Nerv zu gehen.
Papa Wollny: Also ich, ich jetzt von meiner Seite aus hab nix dagegen, wenn der Peter MAL, HIN UND WIEDER hier schläft.
Mama Wollny: Und erwisch isch den einmal nachts in deinem Zimmer hö ma ... Serafina
Papa Wollny: Ohoh...
Mama Wollny: Sarafina, hier ist Mond in der Abstellkammer!!!


Wer jetzt noch nix verstanden hat, kriegt obendrauf die Wollny-Hausregeln serviert.
Mama Wollny: Du weißt, hier gibts Regeln.
Papa Wollny: Hier wird nicht im Stehen gepinkelt. Beim Schlafen werden die Socken ausgezogen!!

Nach diesem Machtwort nimmt sich der Papa erst mal ne Stulle mit Gesichtswurst. Mit Socken an und im Sitzen.

Sonntag, 1. Juli 2012

SAT 1 und der schüchterne Schmusebär Sascha: Auf Brautschau im Ausland

Im Kindergarten, damals, da ist es passiert: Der schüchterne Schmusebär Sascha  hat sich verliebt. Ein kurzes Glück, dann hat er sich wieder entliebt und da stand er nun ... tief enttäuscht von der Frauenwelt und wer will es ihm verdenken - seit diesem Tag ging nix mehr beim scheuen Sportsfreund aus dem malerischen Münsterland. Der Sascha ist gelernter Fitness-Kaufmann. Seine Erscheinung lässt tatsächlich extensives Training vermuten. Nur hat sein Bauchmuskelpaket eben keine Waschbrett- sondern Waschzuber-Form. Kann er ja nix für. Und die Phillipinas mögen das auch viel lieber, deswegen fliegt er mit SAT 1 da auch hin! Auch Mutti Margret finden das okay, sie versteht, wenn ein Mann eine Frau von den Phillipinen "schick findet".
 
Gleich an seinem ersten Tag trifft der "milde Münsterländer" die Christina. Ganz zufällig. Die ist süß, 32 und nkann nur "Tschscha" sagen. Tschascha ist hin und weg und beim baden kann er sogar mal kurz an nackte Frauenhaut packen. Aber Christina gesteht Tschascha, dass sie 2 Kinder hat und schon ist es aus. Irgendwie ... wie damals ... im Kindergarten. Ja, das kann ganz schnell vorbei sein mit der Liebe. 

Mittwoch, 27. Juni 2012

Auf Brautschau im Ausland auf SAT1: Andreas, der treue Trachtenträger in Thailand

Das sind ja mal ganz ausgetretene Pfade, die SAT1 im Landeanflug auf das mitteleuropäische Sommerloch bepflügen will: Mann sucht Frau und das Fernsehen hilft dabei. Geiles Konzept. Wenn jetzt die Kerle noch Muttersöhnchen, verklemmte Arschstecken-Träger oder Landwirt-Simulatoren mit gepflegtem Vollhau sind ... ja, das könnte doch funktionieren. Eine blonde Moderatorin war auch gleich aus der Harzt4-Ein-Euro-Jobber-Liste vom Arbeitsamt rausgepickt. Deutsch spricht sie irgendwie, Titten sind bei, Arsch ist bei... optimal. Claudia Bischoff: bisher unbekanntes Busen-Blondi ohne Stimmfarbe. Macht jeden der gescripteten Dicken-/ Ossi-/ und Bums-Witze nochmal schmerzhafter.
Besserung war auch in der zweiten Folge nicht in Sicht.
Der treue Trachtenträger Andreas (37) hat eigentlich ein erfülltes Leben - er bastelt mit Leidenschaft. Er isst offensichtlich auch mit derselbigen. Zur Unterscheidung: Basteln = Kastanienfiguren mit Kulleraugen. Essen = Kastanienfüllung, reingesteckt in gebratene Tiere mit ehemals Kulleraugen, also in ganze Ochsen, Rinder oder Truthahnfamilien. Das bumsfidele Brummelbärchen hat sich im Web schon eine Frau ausgesucht. Lek heißt sie ... und hier käme jetzt der Standardwitz über ihre Schwester Blas, Cousine Bums und Tante Schnacksl. Geschenkt ....
Der bastelnde Bayernfan hat es nicht so mit Ich-schau-dir-in-die-Augen-Kleines, denn: "Augen hab ich selber". Da wird's im Weiteren dann aber ganz schön knifflig für den Andreas. Weil:
Gesicht: hat er selber. Arsch: Hat er selber. Schenkel: Hat er selber. Titten: sorry ... aber hat er auch selber. Und das ordentlich. Da kann Lek fast nicht mithalten!
Am Strand trifft der bärtige Bayer seine Auserwählte, überreicht sein selfmade Bastelprodukt (kommt super an, weil "Die haben ja keine Kastanien in Thailand") und nach dem ersten Date hofft der Andreas, "dass sie mich wahnsinnig lieb hat". Drunter geht nix - da soll die Thaifrau jetzt gefälligst mal schneller in die Gänge kommen. Schließlich hat Sat1 die bezahlt.
Am Abend wird der bayerische Bastelfan in der City von einer (gut gecasteten?) Thai-Schönheit angegraben.
. In den Fängen des sexy Ladyboy (Foto)Andreas Hirn sendet jetzt offensichtlich bereits pausenlos "Achtung: Muschi, Achtung: Muschi, Achtung: Muschi, Achtung: Muschi". Die Schönheit sei allerdings ein Ladyboy, ob das ein Problem wäre? Andreas Hirn:"Achtung: Muschi, Achtung: Muschi, Achtung: Muschi, Achtung: Muschi". Was dabei rauskommt: "Sie hat sich sich als Frau ausgegeben und sieht als Frau aus. (Achtung Muschi, Achtung Muschi, Achtung Muschi, Achtung Muschi) und dass sie mal ein Mann war (Achtung Muschi, Achtung Muschi, Achtung Muschi, Achtung Muschi) stört mich nicht (Hauptsache Muschi)" 
Jetzt ist das mit Ladyboys und Muschis aber so eine Sache ... das geht sich nicht wirklich aus. Die Dame hat nämlich eventuell dickere Eier als er selbst  ... naja, da können die beiden dann im Schmuddelhotel wenigsten mal einen ordentlichen Schwanzvergleich zelebrieren!

Mittwoch, 13. Juni 2012

Bauer sucht Frau 2012: Inka Bause und ihre neue Bauern, Teil 1

Es gibt ja sowas wie den Altweibersommer. Kennt jeder: Da drehen die Leute immer durch, 30 Grad im Schatten nochmal, raus in die pralle Sonne, das fette Purpur nachher von oben bis unten und Oberarm-Cellulite-Schaulaufen in der Stadt. Danke nein. Ich freu mich da lieber auf den Dschungel-Winter, den Schwer-verliebt-Herbst oder den Bauer-sucht-Frau-Frühsommer. Da sieht man auch grässliche Sachen - aber die sind wenigstens ausschaltbar. Die halbnackige Nachbarin mit dreifachem Rubens-Gedenk-Schwimmring eben nicht. Also ab vor die Glotze und die neuen Bauern bestaunen.

Kurt (38), der muntere Milchbauer aus Mittelfranken (da passt sogar die Herkunft in die Alliteration!) ist laut Inka Bause ein "stattlicher Kerl". TV-Deutsch für: Leider fett. Zur Blamagevermeidung bekommt das muntere mittelfränkische männliche Milchmädchen einen Standardtext zum Ablesen. Klappt fast, ich bin versucht ein Nickerchen einzuschieben - dann haut es Kurt raus: "Vom Typ her bin ich schon jemand der gern was kuschelt, mit dem man küsst und sich gegenseitig lieb hat." NOCH unpersönlicher ist dann eigentlich nur noch: Ich kenn da jemanden, der usw. Egal, Kurt weiter: "Es gibt immer wieder die Momente wo man sagt: Ja! Es fehlt jetzt an der Seite etwas!" Kurt, mein Freund ... deine Seite, egal welche, ist überaus gut bestückt. Täglich 12 Schnitzel mit doppelt Kroketten würd ich sagen. Ehrlich, da fehlt nix!

Benjamin (21), der Bauer vom Bodensee bekommt von RTL gleich mal Untertitel verpasst. Muss für Löckchen-Benni ganz schön frustrierend sein. Wie alles andere in seinem Leben eigentlich auch. Denn - ich höre genau hin - seine Traumfrau soll "nicht größer sein als ich, soll lustig sein und nicht so ... zurückhaltend wie ich". Sagt er .... jahaaa, was ich rausHÖRE, ist: Das ist ein klein gewachsenes Langweiliger-Würstchen. Und jetzt sucht er das Gegenteil von seinem eigenen, traurigen, kleinen Leben. Ja ... welche Frau wünscht sich das nicht?! Und weil der Benni gar so traurig und langweilig und frustriert ist, muss er auch die ganze Zeit des Drehs im Feld rumsitzen und gedankenverloren mit Unkraut spielen.

Rainer (43), der fröhliche Viehwirt aus Osnabrück ist eigentlich auch noch Maurer. Zeit muss der haben, sapperlott. Trotz der 200 Bullen im Stall. Der Rainer ist vor allem einsam (jaja, trotz der 200 Bullen): "Ich sehn mich nach Zärtlichkeit, dass man mal die Hand nimmt und mir ein freundliches Lächeln entgegensetzt." Nicht dass man ihm mal eines entgegenstellt. Oder legt. Oder wirft sogar. Auf jeden Fall will der Niedersachse doch einfach nur so genommen werden wie er ist. Ha! Also ob das nicht schon schlimm genug wäre ...

Donnerstag, 26. April 2012

Frauentausch auf RTL2: Peggys Bügelschande, Daniels Eigenmuttisitation

Frauentausch ist ein bisschen wie Kino: Keine Eile, erst nochmal schön auf Klo und vielleicht sogar in Vorfreude auf kommende telegene Leckerbissen ein Eish holen, nochmal kurz die Freundin anrufen und dann - aber auch erst dann und tiefenentspannt - die Augen auf den Bildschirm gerichtet. Die erste Stunde ist schon gelaufen? Egal: reicht immer noch. Im Kino nennt sich das Werbung, bei Frauentausch "unwichtige Scheiße vorneweg, die Redaktions- und Schnittpraktikant zusammengepuzzelt haben". Also hab ich mir heute das Vergnügen gegönnt, viel zu spät auf Frauentausch zu schalten. Nach zwei Minuten, alles klar: Janina und Torben sind tolltolltoll. Peggy und Daniel die Assis ohne Job, dafür mit schlechten Zähnen, Übergewicht, Hund, Kind und nur einer Gehirnzelle über Amöbe. Standard-Cast also.
Und gleich zeigt sich Daniel auch von seiner besten Seite: Zum Hundespaziergang hat der Hartz4er leider keine Zeit, also kackt die Thöle auf den Balkon. Draußen ist draußen, da kennt man in der Sippe nix. Tauschmutter Janina besteht aber dann auf der Haufenbeseitigung ... also muss Daniel ran. Nicht ohne Mecker: "Eigentlich hätt sie ja den Haufen selber machen können ... weg machen können." Eben: Die soll mal den Haufen selber machen die Alte. Erst andere kacken lassen und dann noch maulen. Auf der anderen Seite im schönen Abelhorst jammert Peggy erst mal über ihren faulen Kerl zuhause.
Aber mehr macht sie dann auch irgendwie nicht. Sie hat eben zu wenig Zeit. DasAbendessen ist noch gefroren, das Bad dreckig, das Kind wach, die Wäsche irgendwie vergessen und die Kippen wollen auch aufgeraucht werden. Was ein Stress am Ende! Da gibt ihr Torben eine letzte Chance am Bügelbrett. Blöderweise kann Peggy aber keine Hemden bügeln. Torben: "Du bist doch Hausfrau. Schämst du dich nicht?" Die Bügelschande! Genau. Selten so geschämt wie beim Anblick einer unerwünschten Knitterfalte. Zu guter Letzt die Regeländerung: Janina erklärt Daniel, dass er seine Eigenmotivation entdecken soll. Daniel ist voll bei der Sache: "Eigenmut .. Ei ... Eigenmutti ... Eigenemuttisitation ... das Wort hab ich noch nie gehört, probier ich aus!" Ja so klappt das!

Donnerstag, 29. März 2012

Thomas Gottschalk bleibt, Harald Schmidt geht ... und die Bauchbinde meckert.

Keiner mag es hören und jetzt werde ich mich ganz flott auf dünnes Eis begeben - mit definitiv heißen TV-Eisen in der Hand: Nein, ich mag sie nicht. Aber überhaupt nicht.
Die Rede ist von den alteingesessenen Herren des deutschen Fernsehens. Aktuellste Beispiele vorgestriger Fernsehunterhaltung: Thomas Gottschalk und Harald Schmidt. Der eine ungelenk und tapsig - der andere mit den dicksten deutschen Bildungs-Eiern im gebügelten Bundfalten- Anthrazit.
"Wetten dass...?" hat für mich auch ohne Gottschalk schon lange den Reiz der nachtfüllenden Spaßshow verloren. Menschen, die an Kackehäufchen schnüffeln, haben den Charme pickliger Zeltlagergruppen, die am Lagerfeuer per Achselfurz Songs interpretieren. Nur so als Beispiel. Da mag man ja auch nicht daneben hocken müssen. Gottschalk ist da niveaumäßig oft nah dran. Erst Reden, dann entschuldigen. Aber bitte so, als wär das jetzt total nebensächlich, nur weil man mal eben öffentlich Hartz 4-Empfänger beleidigt oder Rollifahrer angeblafft hat. Besser ist doch, man grabbelt an jedem weiblichen Gast rum (in seiner Welt zeigt das wohl Respekt vor dem Gegenüber?).
In "Gottschalk live" reicht es ja nicht mal dafür. Unvorbereitet und konfus zerredet er im gebührensatten ARD-Wohnzimmer-Studio jedes Thema und seine Gäste gleich mit. Er weiß ja kaum noch, wer die eigentlich sind. Aber das Erste hat ihn eingekauft und jetzt wird der Mann auf Biegen und Brechen ins Programm gequetscht. Bis ihm und uns die platten Phrasen zähflüssig aus dem Ohr laufen.
Konsequenter ist da inzwischen SAT 1. Die setzen Geldfress-Maschine Harald Schmidt gleich mal vor die Tür.
Das wandelnde schlechte Bildungsgewissen Fernseh-Deutschlands hat ausgedient. Es gab Sendungen, denen ich trotz geisteswissenschaftlichem Uniabschluss nicht folgen konnte ... dann nicht mehr mochte. Mindestens Adorno wird zitiert, Witze auf top-Niveau, alles vorbildliches Vorzeige-Intelligenz-TV. Leider total unsexy. Aber der Schmidt ist so gefühlt für uns mindestens so schlau wie der Jauch. Nur: Der Jauch kann das besser auf Augenhöhe halten. Ohne rheorisch-philosophischen Schwanzvergleich. Aber das auch nur so als Beispiel.

Freitag, 9. März 2012

Schwiegertochter gesucht: Teil 1 von Veras neuen Junggesellen. Und ihre Mütter. Natürlich!

Der fröhliche Gartenbaufachwerker Volker (28)aus Baden-Württemberg spielt Tischtennis, geht spazieren und ist auch für "jeden anderen Spaß" zu haben. Die Definition von "Spaß" ist eben dehnbar - etwa vom Bodensee bis nach Mannheim. Oder weiter. Volker hat auch ganz wenige Ansprüche an die Traumfrau (manche nennen es Realismus): "Sie muss net unbedingt super hübsch sein ... Hauptsache sie ist nett und ehrlich und hat nen guten Charakter und kann nen Spaß verstehen". Ich werd hier mal tiefer reindefinieren, was er da sagt: Wer sich jetzt da bewirbt, hält sich für ausreichend hässlich, um nur als Ulknudel auftreten zu können, damit man sie allerhöchstens noch als Kumpel durchgehen lässt. Na dann mal los, Ladies!
Gastwirt Christoph (48) aus dem Siegerland ist passionierter Wanderfreund (ja ooooch, keine Alliteration für Christoph). Und er weiß ganz genau, wie die Traumfrau wird: "Die Frau an meiner Seite soll nicht so zimperlich sein, auch nicht wehleidig, also ein bisschen offen und ein bisschen burschikos ..." Also sag ich mal: Sein bester Kumpel. Aber das wollen Jungs ja eigentlich alle, oder? Solange noch ein paar Titten dran sind und die Socken gewaschen werden. Aber erkennt ja dann auch schnell, wo das bei Christödipus herkommt: Mutter Gerda ist halt auch ein bisschen viel Kerl. Also rein, was die Gesichtsbehaarung angeht. Aber da kann sie ja auch nix für.
Weiter geht's mit Maik (41), dem passionierten Pilzsammler aus dem tiefen Thüringen. Der Automonteur ist halt zu schüchtern, da klappts mit den Frauen dann eben net so. Daran liegts doch. Viel zu schüchtern. Ist aber eventuell - mal so am Rande bemerkt - schon mal irgendjemand aufgefallen, dass der Maik auch einen 80-ies basierten Fo-Ku-Hi-La-Fransen-Haarschnitt auf der 12 sitzen hat (von Frisur mag man hier gar nicht sprechen), sein Polyesterpulli in dezentem Ocker nebst grasgrünem Musterrauten-Zusatz mindestens so alt ist wie Muddi und schon beim Hinschauen plastikangetriebenen Schweißfluss anstößt? Aber klar ... seine Schüchternheit ist sicher auch ein Problem. Oder aber vielleicht doch seine große Leidenschaft, seine Märchenfilmsammlung? Eine gigantische Sammlung - auf Kassette! Und diese Filme würd er doch so gern mal wieder gucken. Mit Kuscheln. Und nu? Ja, nu hat er weder Kuschel-Frau noch wahrscheinlich ein adäquates Abspielgerät. Kassetten ... weiß denn noch einer was das ist?
Der charismatischen Kurierfahrer Stefan (31)aus dem niederrheinischen Tiefland bekommt von Mutter Heidi so langsam Druck. Die will jetzt eine Frau für Stefan, egal was für eine: "Hauptsache du hast was zu tun". Hat er aber eigentlich, weil er 3 Schlangen, 3 Degus, ein Karnickel und noch ´ne Hand voll Wellensittiche bei sich zuhause einsperrt. Aber es geht bei ihm ja auch um mehr. Natürlich um: Seine Schüchternheit! Aber Mutti Heidi weiß noch mehr: "Ich mach mich Sorgen um ihm, deshalb wünsch ich mich, dass er eine Frau bekommt. Und ich wünsch mir, dass der Stefan auch noch ein Kind bekommt." Hoffentlich erwartet sie gerade in dem Punkt nicht zu viel vom Sohnemann ...
Und mir wünsch uns, dass uns viel Spaß haben bei der nächsten Staffel.