Freiheit. Für zwei Tage. Immerhin - jeder fängt mal klein an ... Und das gilt beim herzlichen Handwerkslehrling Ingo gleich doppelt: für Abnabelung und Hirnleistung. Denn während Mutti den beiden "in Tränen gerührt" hinterher winkt, hat Ingo schon "ne Idee intus: The end of the Kapitel". Also wird im pittroesken Paris zuerst sein Fantasy-Roman beendet und dann noch schnell der "Liebesantrag" an Nadja geplant. Und das geht so: 1.Papa anrufen und nachfragen, 2. am Abend die Alte irgendwo im Dunkeln abstellen, wo sie in der Ferne den Eiffelturm erahnen kann, 3. Ring in Übergröße (das schmeichelt dann auch dem fettesten Griffel) in ein Glas Sekt werfen, 4. zurückkommen, schauen dass sich die Alte weder sofort fallen lässt noch den Sekt in einem Zug runterzieht und das Edelmetall mitfrisst. Alles geschafft - und trotzdem kann Ingo das noch versemmeln. Er kniet nieder:" Nadja, ich möchte dich gern um die Hand anhalten." Ja hmmmm.... ich weiß ja nicht, aber auf die Frage an sich wartet sie womöglich immer noch ...
Eigentlich hört man ja immer, dass die netten Männer nicht benötigt werden. Nur zum Reden und shoppen und gegenseitig Pickel am Rücken aufdrücken. Aber so als Geschlechtsgefährten oder sei es auch nur als stimulierende Rubbelvorlage für einen einsamen Badewannen-mit-Prosecco-Orgasmus ... Nö! Nur die Bösen kommen durch die Fummel-und-Finger-mal-reinsteck-Schranke. Und jetzt die Erkenntnis: andersrum ist das auch so - nur mit weniger Vögelabsicht! Der Hühnerfreund Klaus findet "Jirapoint" zwar total nett und lustig und zum Hühnerstehlen ... aber " die Margit ist eine gute Hausfrau ... und das wünsch ich mir". Die Nette ist raus, die 50er-Jahre Muster-Hausfrau drin. Entspricht: der Pfadfinder darf mit zum Unterwäsche kaufen, die der gefettete Gelfrisurträger später mit den Zähnen auszieht. Ungerecht.
Und natürlich weiß ich genau, worauf alle warten - auf das folgende Bild. Auch wenn Hündin Kia mit Klaus "zu dick und dünn geht": Ich finde das widerlich genug, das braucht keine weiteren Worte ... Aber bitte:
Sonntag, 4. November 2012
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Bauer sucht Frau: ein Sollbruch und der Mambo
Wenn in dieser Staffel schon keine Ställe voller Viecher vorkommen, keine weiten Kartoffeläcker oder vollgeäpfelte Koppeln voller Gäule ... dann gibt sich aber RTL doch zumindest Mühe mit dem Skript. Heißt: Immerhin liefern die "Bauern" das TV-gewohnte und vom gierigen Publikum geforderte Mindestmaß an Verbalgrütze ab.
Kuhbauer Dieter beispielsweise. Der zeigt Rentnerin Renate, dass er Ausmisten kann. Aber wie! Das macht er dann auch total flott, weil:
"Muss ja schnell gehen - sonst dauert´s zu lang".
Schwer, da zu widersprechen.

Beim heiteren Hühnerwirt Jürgen brechen diese Woche alle Plauderdämme. Er will Anja zeigen, dass er "ein Herz für sie hat". Naja, vielleicht ist sie mal drauf angewiesen? Herz, Nieren ... geht ja heut alles irgendwie weg.
Später führt er die Anja in die Stallarbeit ein - so richtig mit Mistgabel und so. Damit sie weiß, was hier verlangt wird:
"Ich lass sie mal so richtig reinschnüffeln diese Woche".
Klar, ne Art Schnüffelpraktikum. Oder ein Schnüffelkurs?
Anja rächt sich mit einer Shoppingtour. Ein Eierköpfer muss gekauft werden - aber nur, weil Jürgen "Eiersollbruchstellenverursacher" im Leben nicht aussprechen kann. Würde er lispeln, müsst er eben einen Scheißhausspüler kaufen gehen, so einfach läuft das. Im Laden selbst spricht er zwar mit der Verkäuferin ... aber wenn die nicht gerade Madame Meluelana heißt und das Hellsehen von der Pike auf gelernt hat, wird sie nie erfahren, was der Mann mit dem kleinen Kopf da in ihrem Laden eigentlich sagen will. Jürgen:
"Also ich hätte eigentlich ... oder sie, Anja hat, sie heißt Anja, ich bin der Jürgen, sie hat Interesse dran ... an den Eier-Bruch-Soll .... Eier-Verursacher .... universal ..."

Schlachter Denny hat bisher überhaupt keine Lust, bäurisch-derbe Homo-Idylle zu spielen. Es gibt immer was zu meckern. Zum Beispiel, dass Timo zu tuckig steht. Und geht. Das kann man sich als Schwuler auf den zweiten Blick nun wirklich nicht erlauben. Also gibt er ihm ein wenig Nachhilfe, wie man mit vorgetäuscht dicken Hetero-Eiern läuft. Gelingt Timo nur mäßig - und eigentlich hat er auch gar keine Lust:
"Das männliche Stehen und Gehen ... da fühlt man sich wie Mambo oder Rambo oder wie der heißt."
Hmmm. Thomas Tango? Renate Rumba? OderFriederich Fox? Achja, das Spiel könnt ich jetzt ewig weiterspielen ...
Kuhbauer Dieter beispielsweise. Der zeigt Rentnerin Renate, dass er Ausmisten kann. Aber wie! Das macht er dann auch total flott, weil:
"Muss ja schnell gehen - sonst dauert´s zu lang".
Schwer, da zu widersprechen.

Beim heiteren Hühnerwirt Jürgen brechen diese Woche alle Plauderdämme. Er will Anja zeigen, dass er "ein Herz für sie hat". Naja, vielleicht ist sie mal drauf angewiesen? Herz, Nieren ... geht ja heut alles irgendwie weg.
Später führt er die Anja in die Stallarbeit ein - so richtig mit Mistgabel und so. Damit sie weiß, was hier verlangt wird:
"Ich lass sie mal so richtig reinschnüffeln diese Woche".
Klar, ne Art Schnüffelpraktikum. Oder ein Schnüffelkurs?
Anja rächt sich mit einer Shoppingtour. Ein Eierköpfer muss gekauft werden - aber nur, weil Jürgen "Eiersollbruchstellenverursacher" im Leben nicht aussprechen kann. Würde er lispeln, müsst er eben einen Scheißhausspüler kaufen gehen, so einfach läuft das. Im Laden selbst spricht er zwar mit der Verkäuferin ... aber wenn die nicht gerade Madame Meluelana heißt und das Hellsehen von der Pike auf gelernt hat, wird sie nie erfahren, was der Mann mit dem kleinen Kopf da in ihrem Laden eigentlich sagen will. Jürgen:
"Also ich hätte eigentlich ... oder sie, Anja hat, sie heißt Anja, ich bin der Jürgen, sie hat Interesse dran ... an den Eier-Bruch-Soll .... Eier-Verursacher .... universal ..."

Schlachter Denny hat bisher überhaupt keine Lust, bäurisch-derbe Homo-Idylle zu spielen. Es gibt immer was zu meckern. Zum Beispiel, dass Timo zu tuckig steht. Und geht. Das kann man sich als Schwuler auf den zweiten Blick nun wirklich nicht erlauben. Also gibt er ihm ein wenig Nachhilfe, wie man mit vorgetäuscht dicken Hetero-Eiern läuft. Gelingt Timo nur mäßig - und eigentlich hat er auch gar keine Lust:
"Das männliche Stehen und Gehen ... da fühlt man sich wie Mambo oder Rambo oder wie der heißt."
Hmmm. Thomas Tango? Renate Rumba? OderFriederich Fox? Achja, das Spiel könnt ich jetzt ewig weiterspielen ...
Sonntag, 21. Oktober 2012
Bauer sucht Frau: Hans-Georg, Dieter und Jürgen und das große Nichts
Bei jeder neuen Folge der aktuellen Staffel von Bauer sucht Frau warte ich. Und warte und warte ... und warte weiter. Auf was Neues. Auf was Witziges. Auf irgendwas das mir das Gefühl nimmt: Ey, das kenn ich doch. Wie eine aufgewärmte halbverdaute Fake-Doku-Kotze im Eimer neben dem Bett nach einer durchsoffenen Nacht, dampft die noch warme Soße im Fernseher vor sich hin. Einziger Unterschied zur Realkotze: Man schaut hin und denkt sich: Scheiße, DAS hab ich gegessen? Bei diesem aktuellen Redaktions-Asuwurf denkt man nur: Scheiße, den Mist soll ich schlucken?
Also nicht nur, dass es keine Bauern mehr sind ... das könnte man RTL noch großmütigst verzeihen. Aber die Langeweile beim Schauen, die ist unverzeilich. Die Highlights sind daher auch recht mager:
Der herzliche Hobbybauer Hans-Georg bleibt nach wie vor der Pragmatiker der Sendung. Kaffee für Bettina? Selber machen. Die Schweine aufm Hof? Hat er nur zur Untermiete im Stall - bezahlt wird er dafür Post Mortem mit Steaks. Seine Ziegen, die brauchen doch keine Namen ... als Bettina wissen will, wie er die dann ruft überlegt er kurz ... und antwortet wie immer genauso kurz: "Geisi. Komm!" Was auch sonst. Wenn man dieser Logik allerdings folgt darf man mehr als gespannt sein, wie Hans-Georg in Zukunft Bettina rufen wird: Möpsi? Muschi? ... um weitere Vorschläge wird gebeten ...
Kuhbauer Dieter quartiert Rentnerin Renate in das alte Schlafzimmer seiner verstorbenen Eltern ein. Ob sie dort drin verstorben sind, erzählt er nicht ... ich vermute es. Das erhöht die Spannung. Ansonsten ist der einsame Wendländer genügsam: "Ich möchte, dass du mal Frühstückstisch deckst und auch mal für mich Mittagessen kochst" Beim Kühe auf die Wiese treiben darf Renate allerdings nur zuschauen.
Also nicht nur, dass es keine Bauern mehr sind ... das könnte man RTL noch großmütigst verzeihen. Aber die Langeweile beim Schauen, die ist unverzeilich. Die Highlights sind daher auch recht mager:
Der herzliche Hobbybauer Hans-Georg bleibt nach wie vor der Pragmatiker der Sendung. Kaffee für Bettina? Selber machen. Die Schweine aufm Hof? Hat er nur zur Untermiete im Stall - bezahlt wird er dafür Post Mortem mit Steaks. Seine Ziegen, die brauchen doch keine Namen ... als Bettina wissen will, wie er die dann ruft überlegt er kurz ... und antwortet wie immer genauso kurz: "Geisi. Komm!" Was auch sonst. Wenn man dieser Logik allerdings folgt darf man mehr als gespannt sein, wie Hans-Georg in Zukunft Bettina rufen wird: Möpsi? Muschi? ... um weitere Vorschläge wird gebeten ...
Anja betont beim Hühnerwirt und eigentlichen Messtechniker Jürgen, wie großen Wert sie auf artgerechte Tierhaltung legt. Damit kann Jürgen dienen und sammelt Extra-Punkte. Die muss er leider aber gleich wieder hergeben, als er seine Hasen nicht Moppelchen und Schäuzi - sondern Keule und Filet ruft. Ich finds erfrischend ehrlich.
Kuhbauer Dieter quartiert Rentnerin Renate in das alte Schlafzimmer seiner verstorbenen Eltern ein. Ob sie dort drin verstorben sind, erzählt er nicht ... ich vermute es. Das erhöht die Spannung. Ansonsten ist der einsame Wendländer genügsam: "Ich möchte, dass du mal Frühstückstisch deckst und auch mal für mich Mittagessen kochst" Beim Kühe auf die Wiese treiben darf Renate allerdings nur zuschauen. Freitag, 19. Oktober 2012
Schwiegertochter gesucht, RTL: Maik in der Sauna, Klaus im Stall, Alfred im Schwingbett
Im tiefen Thüringen hat Märchenfreund Maik nun festgestellt, dass er sich seinen Saft auch nicht grad aus dem Polyester-Pulli schwitzen kann. Also macht er jetzt einen Masterplan: Hausfrau Petra und ihre sieben Schwimmringe müssen mit in die Sauna. "Das war auch ein Trick vom Maik, weil ich wollt sie mal ohne Klamotten sehen". Klappt fast. Das Bikini-Höschen zieht sie über Bauchring 1 bis 4, der Rest bleibt zur freien Ansicht draußen hängen. Immerhin. Während der Maik versucht, jetzt noch einen Blick auf Petras tiefer gelegte Nippel zu ergattern, bremst sie die Erotik dröge aus: "Du schwitzt aber stark. Ich schwitz auch - aber nicht so komisch." Ja, geil aber auch. Ich warte auf umgehende Arschhaar-Diskussion oder ähnliches.
Beim Meerschweinchenfreund Ingo reist Vorpraktikantin Nadja nochmal an. Und alle freuen sich. Zum großen Wiedersehen gibt es Erdbeersahneschnitten - und schon kennt Ingo kein Halten mehr. Er packt sofort zu, doch Nadja bemängelt seine Manieren ganz vorsichtig: "Warum isst du das Teilchen nicht mit einem Gäbelchen?". Auf dieses Frägchen gibt ein Antwörtchen: "Das sieht aus wie´n Döner und den ess ich ja auch mit den Fingern!" Fazit: Die Erdbeersahneschnitte ist der Döner des dicken Mannes. Sauber!
Auch Vaddi Lutz macht sich so seine Gedanken. Er will schließlich, dass der füllige Filius nun denn endlich mal vom Markt kommt - und wenn es an Nadja ist. Die ist wenigstens physisch sein Format. Was Vaddi Lutz wiederum beunruhigen dürfte: Fummeln geht ja so noch. Aber wenn Ingo nicht wenigstens einen halben Meter Schwanz in der Buxe hat ... schwierig da was zu treffen. Dennoch spendiert Vddi Lutz eine Reise nach Paris mit Gratistipp vom Profi: "Denk dran, was ich dir beigebracht hab: bisschen lieb sein, bisschen Zärtlichkeit ... dann klappt das."
Beim fidelen Ferdefreund Alfred hat Frührentnerin Birgit im "schmucken Schwingbett", designed nach der Form eines weiblichen Beckens, bestens geschlafen. Höchste Zeit, mal Klartext zu fordern - nach dem anfänglichen "wie findest du mich so" und "gefall ich dir denn" lässt das RTL-Drehbuch da eh nicht viel Spielraum. Wie seine Gefühle sind, weiß Alfred aber ganz genau: "Ich denke mal ... ich fühle da ... so n gewisses Bauchgefühl das mir erzählt: das passt". Aha. Wenn die Pornostimme nicht wäre, würd man vielleicht nachhaken wollen, wer da bei Alfred noch so
mitredet ... aber so ist man jetzt schon überfordert da noch zu folgen.
Drei Damen sind beim holden Hühnerwirt Klaus zu Besuch. Statt mit einem unverbindlichen "Guten Morgen weckt" der charmante Chickenzüchter die Damen mit Küsschen und "Na ... hat eine von mir geträumt?" Prompt singt Jirapon den passenden Matthias Reim-Hit. Scheint Klaus jetzt auch nicht zu kennen, wundert sich kurz, was die dicke asiatische Frau da eigentlich genommen hat und nennt sich deshalb wahrscheinlich folgend nur noch "Chinabong". Später gehts ab in den Stall und jede darf ein Küken aussuchen, um ihm einen Namen zu geben.
Jirapon: "Ich nenne dich Ui. Das Ui bedeutet meine Name ..., kommt von Thailand."
Hannelore: "Ich nenne dich Lore. Kommt von Hannelore"
Ja da muss sich jetzt auch keiner mehr wundern ...
Samstag, 6. Oktober 2012
Veras Neuer bei Schwiegertochter gesucht auf RTL: Müllmann Klaus
Müllmann. Klaus aus dem natürlichen Niedersachsen ist Müllmann. Ein ordentlicher Beruf, würde man sagen. Bodenständig und ehrlich. Klar okay, da geh ich mit. Weil ... Drogen an abenteuerlustige Boyfriendcut-Hosen-Spazierenträger mit Glitter-Käppi in der Pickelfresse am Tor der Gesamtschule zu verscheuern ist irgendwie unseriöser. Auch wenn man so manchen dieser großmäuligen Arschprinzen gern mal einen Trip in die unendliche Hallu-Hölle wünscht.
Also Klaus ist Müllmann. Das ist jetzt für RTL offensichtlich irgendwie unangenehm. So ein Beruf bzw. Berufstätiger an sich wirkt verständlicherweise zwischen den sonstigen Assi-Größen aus "Betrugsfälle" und "Familien im Brennpunkt" oder "Jugendliebe" total abartig. Das sind echte Tabuthemen, ganz heiße Eisen, da spricht man nicht drüber - nicht mal hinter vorgehaltener Hand in der RTL-Kantine oder in der winzigen muffigen Kamerapraktikant-Vögelkammer zwischen Schnitt und Moderatoren-Garderobe. Und was macht man mit solchen Themen? Stillschwiegen. Verschämt taucht der Müllmann-Hinweis in einer schnellen Bauchbinde auf. Zack hin und gleich wieder weg. Keine noch so billige Alliteration soll das wert sein? Kein mopsiger Müllmann? Kein maskuliner Müllbeseitiger? Oder muttersöhnchenmäßiger Mülleinsammler? Nichts. Stattdessen hebt RTL die wahren Werte hervor - und wir lernen Klaus sowohl als holden Hühnerwirt und herzlichen Hundehalter kennen. Steckt eben auch wesentlich mehr drin. Ein Mann, seine Viecher, sein Hof ... und aus Mangel an Wahlfreiheit auch nur noch kleine Ansprüche an die Frau seiner Träume: "Die kann aussehen wie se will ... muss nur nett sein".
Und da haben wir´s schon. Klaus lädt sich Thailänderin Jiraporn, Odenwäldlerin Margrit und Tankstellenfachkraft Hannelre drei Frauen ein, die ja nun wirklich aussehen wie sie wollen. Geliefert wie gewünscht halt!
Also Klaus ist Müllmann. Das ist jetzt für RTL offensichtlich irgendwie unangenehm. So ein Beruf bzw. Berufstätiger an sich wirkt verständlicherweise zwischen den sonstigen Assi-Größen aus "Betrugsfälle" und "Familien im Brennpunkt" oder "Jugendliebe" total abartig. Das sind echte Tabuthemen, ganz heiße Eisen, da spricht man nicht drüber - nicht mal hinter vorgehaltener Hand in der RTL-Kantine oder in der winzigen muffigen Kamerapraktikant-Vögelkammer zwischen Schnitt und Moderatoren-Garderobe. Und was macht man mit solchen Themen? Stillschwiegen. Verschämt taucht der Müllmann-Hinweis in einer schnellen Bauchbinde auf. Zack hin und gleich wieder weg. Keine noch so billige Alliteration soll das wert sein? Kein mopsiger Müllmann? Kein maskuliner Müllbeseitiger? Oder muttersöhnchenmäßiger Mülleinsammler? Nichts. Stattdessen hebt RTL die wahren Werte hervor - und wir lernen Klaus sowohl als holden Hühnerwirt und herzlichen Hundehalter kennen. Steckt eben auch wesentlich mehr drin. Ein Mann, seine Viecher, sein Hof ... und aus Mangel an Wahlfreiheit auch nur noch kleine Ansprüche an die Frau seiner Träume: "Die kann aussehen wie se will ... muss nur nett sein".
Und da haben wir´s schon. Klaus lädt sich Thailänderin Jiraporn, Odenwäldlerin Margrit und Tankstellenfachkraft Hannelre drei Frauen ein, die ja nun wirklich aussehen wie sie wollen. Geliefert wie gewünscht halt!
Donnerstag, 4. Oktober 2012
RTL, Schwiegertochter gesucht: Picknick mit Markus und Maik, Gähnen mit Alfred und der Ingo
Alfred, der fidele "Ferdefreund" hat die Brillenträgerinnen Franziska und Birgit endlich vom Stall ins Haus umquartiert.
Und prompt reißen hier ganz andere Sitten ein! Da zaubert der schmucke Schreiner persönlich drei Tassen dünne Instant-Plörre auf den Tisch und dann .... ja dann kommt die gläubige Franziska zu spät zum fundierten Frühstück. Da gibts aber mal richtig Schimpfe. Und das versteht die Franziska dann aber auch total. Das gehört sich ja wirklich nicht. Was soll ich sagen, das war schon alles an Aufregung im natürlichen Niedersachsen - die beste Performance liefert traurigerweise tatsächlich noch Mutter Lona mit ihren annähernd 200 Lebensjahren. Die Frau hat wenigstens Pfeffer!
Der häusliche Hobbyschriftsteller Ingo lässt sich von Papa Lutz einen Liebesbrief an Nadja diktieren. Im Prinzip macht ja Lutz so ziemlich alles für Sohn Ingo im Bereich Flirten und Fummeln für Vollpfosten. Sicher macht Papa Lutz später auch die Einführhilfe ... oder aber er nimmt Nadja gleich selbst ran.
Den Liebesbrief liest Ingo der Nadja dann auch gleich vor - also zumindest sind es rudimentär auch die Worte, die dort stehen. "Du bist für mich der Anfang vom Ende" war sicher NICHT so von Lutz vordiktiert.
Aber Dankbarkeit hat viele Gesichter, und so schleicht sich Nadja abends im flotten Frottee-Fummel-Fetzen zu Ingo ins Bett. Ihm scheint das offenherzige Gemütlichkeits-Outfit zu gefallen - und zwar so sehr, das er mit dem zweiten Schmeichelversuch wieder patzt: "Mein Herz hört auf zu schlagen" kann vieles bedeuten in der Situation. Gutes selten ...
Der muntere Märchenfreund Maik ist da aus anderem Holz geschnitzt. Der scheißt sich nix um Romantik und "fühlste dich wohl Schatzi" und darf ich bittebitte mal Bussi und dazu Hand an den Tittenansatz ... nö! Bei Maik gibts nen Apfel zum Frühstück, ein Glas Essiggurken und Sekt zum Picknick und beim See-Bad einen Schlag auf den alten und großen aber immerhin verfügbaren Arsch. Fertig. Und hinterher die Freude, dass ihm die Alte beim Arschklopfer keine gelangt hat. "Wie sonst so üblich".
Ähnlich romantische Hochkonjunktur herrscht auch im malerischen Münsterland beim geselligen Gärtner Markus. Nicht nur, dass er Janina zum Abschied schlicht ein Passfoto von sich schenkt - er teilt auch mit ihr einen besonderen Moment. Sie darf das mit ihm tun, was er jeden Freitag nach Feierabend macht. Und das sind weder Koks und Nutten noch Pornokino und Wichs-Parade. Er fährt ins Grüne, setzt sich IN seinen Kofferraum und trinkt ein Bier. Warum hatte der nochmalkeine Frau? Ahja, er ist zu schüchtern. Genau, DAS wars!
Und prompt reißen hier ganz andere Sitten ein! Da zaubert der schmucke Schreiner persönlich drei Tassen dünne Instant-Plörre auf den Tisch und dann .... ja dann kommt die gläubige Franziska zu spät zum fundierten Frühstück. Da gibts aber mal richtig Schimpfe. Und das versteht die Franziska dann aber auch total. Das gehört sich ja wirklich nicht. Was soll ich sagen, das war schon alles an Aufregung im natürlichen Niedersachsen - die beste Performance liefert traurigerweise tatsächlich noch Mutter Lona mit ihren annähernd 200 Lebensjahren. Die Frau hat wenigstens Pfeffer!
Der häusliche Hobbyschriftsteller Ingo lässt sich von Papa Lutz einen Liebesbrief an Nadja diktieren. Im Prinzip macht ja Lutz so ziemlich alles für Sohn Ingo im Bereich Flirten und Fummeln für Vollpfosten. Sicher macht Papa Lutz später auch die Einführhilfe ... oder aber er nimmt Nadja gleich selbst ran.
Den Liebesbrief liest Ingo der Nadja dann auch gleich vor - also zumindest sind es rudimentär auch die Worte, die dort stehen. "Du bist für mich der Anfang vom Ende" war sicher NICHT so von Lutz vordiktiert.
Aber Dankbarkeit hat viele Gesichter, und so schleicht sich Nadja abends im flotten Frottee-Fummel-Fetzen zu Ingo ins Bett. Ihm scheint das offenherzige Gemütlichkeits-Outfit zu gefallen - und zwar so sehr, das er mit dem zweiten Schmeichelversuch wieder patzt: "Mein Herz hört auf zu schlagen" kann vieles bedeuten in der Situation. Gutes selten ...
Der muntere Märchenfreund Maik ist da aus anderem Holz geschnitzt. Der scheißt sich nix um Romantik und "fühlste dich wohl Schatzi" und darf ich bittebitte mal Bussi und dazu Hand an den Tittenansatz ... nö! Bei Maik gibts nen Apfel zum Frühstück, ein Glas Essiggurken und Sekt zum Picknick und beim See-Bad einen Schlag auf den alten und großen aber immerhin verfügbaren Arsch. Fertig. Und hinterher die Freude, dass ihm die Alte beim Arschklopfer keine gelangt hat. "Wie sonst so üblich".
Ähnlich romantische Hochkonjunktur herrscht auch im malerischen Münsterland beim geselligen Gärtner Markus. Nicht nur, dass er Janina zum Abschied schlicht ein Passfoto von sich schenkt - er teilt auch mit ihr einen besonderen Moment. Sie darf das mit ihm tun, was er jeden Freitag nach Feierabend macht. Und das sind weder Koks und Nutten noch Pornokino und Wichs-Parade. Er fährt ins Grüne, setzt sich IN seinen Kofferraum und trinkt ein Bier. Warum hatte der nochmalkeine Frau? Ahja, er ist zu schüchtern. Genau, DAS wars!
Sonntag, 30. September 2012
RTL, Schwiegertochter gesucht: Märchen-Maik gibt ne Runde Eier aus, Ingo hätt gern welche
Ingo, der herzliche Handwerkslehrling (21), ist tatsächlich der Sohn seiner Eltern. Ein echtes Phänomen, das nun bitte in die großen Werke der humanen Vererbungslehre aufgenommen werden soll: die klassische Horizontal-Verteilung der Erbmasse. Heißt in diesem Fall: Ingo ist bis unter die mächtigen Männertitten ganz die Muddi ... und von da aus über die gigantische Wanne hinweg - mit ausdrücklicher Erwähnung des männlichen Geschlechtsteils, das da irgendwo unter den kernigen Schwarten versteckt sein muss - ganz der Papa.
Ein Neuzugang kommt aus dem tiefen Thüringen. Er ist wahlweise der attraktive Automonteur, der passionierte Pilzsammler oder auch der muntere Märchenfreund Maik.
Egal welcher, er ist immer in den pastelligen Polyesterpulli gewandet, mit frechem Ferdeschwänzchen und immer der Total-Thüringer: Er bietet Vera beim Briefübergabe-Besuch Wurst statt dem üblichen Kuchen an.
Der Maik nennt sich selber auch gern so und als der Maik die Petra (Hausfrau, 45) am Bahnhof abholt, weiß der Maik auch gar net so recht, was er sagen soll. Aber das geht vorbei, denn der Maik hat ein Hüngerchen. Also gibt der Maik ne Runde Eier aus - die hat die Mutti nämlich dem Maik eingepackt als Wegzehrung. So erobert man Frauenherzen - noch direkt auf der Bahnhofsbank: "Haste Lust mit mir n Ei zu essen? Kochst du gern Eier? Kannst mir ja mal eins kochen frühs" Nur das Angebot, ihm hier an Ort und Stelle und gegen Bezahlungen einen zu blasen, hätte ähnlich gewirkt.
Im tiefen Thüringen bleibt´s pragmatisch. Manuela, die ständig irgendwen umarmen muss, hat ihm eine Lichterkette aus Blumen mitgebracht. Bitte nicht nach tieferem Sinn fragen - das Teil lag halt bei RTL noch irgendwo in der Krabbelkiste der letzten Red-Nose-Tombola rum. Maik stört das nicht: "Nä, das kann der Maik ja mal wieder gebrauchen". Siehste, Volltreffer!
Und diesem fülligen Klops-Clan durften wir dann im Schwimmbad zuschauen. Gebadet wird in dem, was nach der üblichen Verdrängung von Masse noch im Pool ist. Und jetzt, wo ihm Nadja als Treibgut ausgeliefert ist, geht er aufs Ganze:
"Wenn´s dir jetzt nix ausmachen würde, dass wir vielleicht doch ... sag ich mal ... zusammen kommen würden, wenn du darauf Lust hättest ... oder wenn nicht, dann ist auch nicht schlimm" Verdammt, hier sieht Nadja jetzt die Felle davon schwimmen - nicht, dass er jetzt noch auf die Idee kommt und das ganze in einem Satz dann doch noch wieder zurücknimmt! Sie:"Ja gern", er wieder "Ja okay" und die Sache ist abgehakt.
Und als Paar sollte man dann doch also wenn es keinen stört vielleicht sag ich mal Küsschen und so aber wenn nicht dann wäre es auch naja aber möglicherweise könnte man ja ... Und nach langer Vorrede wird den auch geküsst. Gehört sich ja so als Paar. Sagt der Ingo mal so. Und schwärmt:
"Als ich Nadja geküsst hab, sind 1000 Schmetterlinge in meinem Bauch geboren worden" Hmm. Poesie? Oder was Falsches gegessen?
Ein Neuzugang kommt aus dem tiefen Thüringen. Er ist wahlweise der attraktive Automonteur, der passionierte Pilzsammler oder auch der muntere Märchenfreund Maik.
Egal welcher, er ist immer in den pastelligen Polyesterpulli gewandet, mit frechem Ferdeschwänzchen und immer der Total-Thüringer: Er bietet Vera beim Briefübergabe-Besuch Wurst statt dem üblichen Kuchen an.
Der Maik nennt sich selber auch gern so und als der Maik die Petra (Hausfrau, 45) am Bahnhof abholt, weiß der Maik auch gar net so recht, was er sagen soll. Aber das geht vorbei, denn der Maik hat ein Hüngerchen. Also gibt der Maik ne Runde Eier aus - die hat die Mutti nämlich dem Maik eingepackt als Wegzehrung. So erobert man Frauenherzen - noch direkt auf der Bahnhofsbank: "Haste Lust mit mir n Ei zu essen? Kochst du gern Eier? Kannst mir ja mal eins kochen frühs" Nur das Angebot, ihm hier an Ort und Stelle und gegen Bezahlungen einen zu blasen, hätte ähnlich gewirkt.
Im tiefen Thüringen bleibt´s pragmatisch. Manuela, die ständig irgendwen umarmen muss, hat ihm eine Lichterkette aus Blumen mitgebracht. Bitte nicht nach tieferem Sinn fragen - das Teil lag halt bei RTL noch irgendwo in der Krabbelkiste der letzten Red-Nose-Tombola rum. Maik stört das nicht: "Nä, das kann der Maik ja mal wieder gebrauchen". Siehste, Volltreffer!
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