Mein Englischkurs geht in die nächste Woche - und als wär ein Abendkurs nicht schon anstrengend genug, saß gestern auch noch Andre neben mir. Diese Tatsache an sich könnte man ja noch getrost ignorieren, aber Dozentin June hatte mal wieder eine prima Idee: Heute gibts Gruppenarbeit. Und bei diesem Wort krieg ich schon Föhn, weil irgendein Vollpfosten immer genau da sitzt,wo deine Gruppengrenze verläuft. So auch gestern.
Andre ist der Typ "zukünftiger Banker der sicher mal fett Kohle scheffelt, aber jetzt schon mal vorsichtshalber auf ganz dicke Hose macht". Betont locker-dynamisch, nie im Anzug sondern lieber in Diesel-Jeans und edlem Wollpulli, immer ein charmant-freches Augenzwinkern am Start und falls das nicht funktioniert: Gerne auch mal ein herablassender Blick. Gestern sprang er mitten im Unterricht auf und rannte aus dem Zimmer. Während ich grinsend Darmprobleme vermute, kam er 10 Minuten später augenrollend wieder in den Klassenraum ... mit dem I-Phone in der Hand. Schulterzucken: Geschäfte, tja was will man machen. Kurz darauf besagte Gruppenarbeit - klar, dass June uns in eine Gruppe packt. Während diese mit Brillenwechsel beschäftigt ist und noch schnell überlegt, ob Marie-Luise denn nun Anna-Lena oder doch eher Katharina-Maria heißt, reden die lustige Sonja, der bereits vor Herablassung triefende Andre und ich über Weltreisen und was man da so alles für bräuchte. Geld, viel Geld ruft Sonja. Andre legt seine ganze Verachtung in diesen einen Blick, schaut uns abwechselnd an und fragt allen Ernstes: "Geld? Hmmhmhm, und warum?" Ich kann nicht an mich halten und rufe übermütig:
"Für Koks und Nutten!!!!"
Stellt euch das folgende Schweigen im gesamten Raum vor ... man hört nur June leise klappern, als sie schnell noch mal die Brille wechselt.
Freitag, 5. November 2010
Mittwoch, 3. November 2010
Bauchbinde der Woche
Aus: Schwiegertochter gesucht, Staffel 4, Folge 1.
Der schüchterne Peer erwartet sehnsüchtig seinen Damenbesuch, während die Oma im Schaukelstuhl neben der Strickarbeit (die der RTL-Praktikant später wieder aufdröselt, damit die Frau beschäftigt bleibt) auch gute Ratschläge zur Körperpflege gibt. Bauchbinde:
Peer, 30
hat extra Deo benutzt
Ich denke, damit wird die Besonderheit des Augenblicks auch wirklich gewürdigt.
Der schüchterne Peer erwartet sehnsüchtig seinen Damenbesuch, während die Oma im Schaukelstuhl neben der Strickarbeit (die der RTL-Praktikant später wieder aufdröselt, damit die Frau beschäftigt bleibt) auch gute Ratschläge zur Körperpflege gibt. Bauchbinde:
Peer, 30
hat extra Deo benutzt
Ich denke, damit wird die Besonderheit des Augenblicks auch wirklich gewürdigt.
Dienstag, 2. November 2010
TV-Zitat der Woche
Aus: Schwiegertochter gesucht, Staffel 4 (2010), Folge 4
Als sich der schüchterne Peer gerade mit der tätowierten Tamara in ein tief gehendes Gespräch über Wurst ("Bockwurst? Bei uns heißt die Rotwurst") stürzen will, ermahnt ihn BEATE:
"Hatten wir eben nicht was besprochen? Ich fühl mich wie das dritte Rad am Wagen!"
Als sich der schüchterne Peer gerade mit der tätowierten Tamara in ein tief gehendes Gespräch über Wurst ("Bockwurst? Bei uns heißt die Rotwurst") stürzen will, ermahnt ihn BEATE:
"Hatten wir eben nicht was besprochen? Ich fühl mich wie das dritte Rad am Wagen!"
Karius und Baktus ...
Heute hat mich mein jährlicher Zahnarztbesuch schwer ins Grübeln gebracht. Es geht um Amalgam: Die Hoffnung und Rundum-Sorgloslösung für Kariespatienten der 80er und auch die Geißel der Zahngesundheit des 20. Jahrhunderts. Denn heute stehen wir vor der Frage, ob wir das alte Amalgam rausreißen oder drinnen lassen und damit vielleicht Tod und Teufel riskieren.
Ich verweigere mich diesem Füllungsaustausch. Etwas austauschen das noch gut ist, nur weil da mal einer mal vermutet, dass das nicht gesund sein könnte? Bisher hab ich da nicht mitgespielt. Aber überlegt einfach mal ...
In ein paar Jahren schlag ich mich mit Migräne rum und dann heißt´s: „Hättste mal das Amalgam rausmachen lassen!“
Mein Zahnarzt, Herr Doktor W., wird diesen ironischen Blick auflegen, den er speziell für Patienten reserviert und jahrelang vor kleinem Publikum eingeübt hat, er wird also seine rechte Augenbraue nur eine Nuance anheben und sagen: „Ja, Frau S., lesen sie denn keine Zeitung? Oder waren sie nur zu geizig, um sich ihre Gesundheit zu erhalten wie es sich für einen verantwortungsvollen und mündigen Bürger gehört?“
Dann werd ich alle Lebens- und Unfallversicherungen auflösen müssen, um meine neuen Hightech-Füllungen zu bezahlen, weil die Krankenkasse bis dahin jeden Versicherten erschießen lässt, der sich solch gesundheitlicher Versäumnisse schuldig macht/gemacht hat/machen wird und hinterher dann um Beteiligung bettelt.
Dafür wird meine Altersvorsorge draufgehen und ich bin gezwungen, meinen Lebensabend (laut Lebenszeitrechner bis 96) ungewaschen und sabbernd in einem staatlichen Altersheim zu verbringen, wo es keine Zivis mehr gibt, weil die Wehrpflicht ja schon lange abgeschafft wurde. Gepflegt werd ich dort von einem übellaunigen 1 Euro 50-Jobber der seit 20 Jahren von Hartz 4 lebt und dessen Horizont inzwischen nicht mehr weiter reicht als zu "Alexander Hold" oder "Familien im Brennpunkt" im Nachmittagsprogramm von RTL und der mich zwingt, aufgrund meines bis dahin fortgeschrittenen Alters jeden Samstag die "Bunte Spaßparade der Volksmusik" anzuschauen.
Und zur Strafe, weil ich das fragile Gesundheitssystem unserer solidarischen Gemeinschaft auf so schamlose Weise schröpfen wollte, schiebt er mich in meinem Rolli täglich für 3 Stunden in einen Hinterhof des Ghettos unserer Stadt, in dem brennende Tonnen stehen und nur arabisch gesprochen wird, damit ich sehe wie das Fegefeuer mal sein wird – dort, wo schon ein Platz seit meiner späten Jugend für mich reserviert ist. An Feiertagen oder wenn es zu kalt ist um mich rauszuschieben, stellt er mich vor den Fernseher und ich muss den ganzen Tag Astro-TV sehen.
Und das alles, weil ich mich jetzt weigere, meine antiken Amalgam-Füllungen gegen gesunde Keramik auszutauschen!!!
Irgendwie bekomm ich jetzt Zahnschmerzen ….
Ich verweigere mich diesem Füllungsaustausch. Etwas austauschen das noch gut ist, nur weil da mal einer mal vermutet, dass das nicht gesund sein könnte? Bisher hab ich da nicht mitgespielt. Aber überlegt einfach mal ...
In ein paar Jahren schlag ich mich mit Migräne rum und dann heißt´s: „Hättste mal das Amalgam rausmachen lassen!“
Mein Zahnarzt, Herr Doktor W., wird diesen ironischen Blick auflegen, den er speziell für Patienten reserviert und jahrelang vor kleinem Publikum eingeübt hat, er wird also seine rechte Augenbraue nur eine Nuance anheben und sagen: „Ja, Frau S., lesen sie denn keine Zeitung? Oder waren sie nur zu geizig, um sich ihre Gesundheit zu erhalten wie es sich für einen verantwortungsvollen und mündigen Bürger gehört?“
Dann werd ich alle Lebens- und Unfallversicherungen auflösen müssen, um meine neuen Hightech-Füllungen zu bezahlen, weil die Krankenkasse bis dahin jeden Versicherten erschießen lässt, der sich solch gesundheitlicher Versäumnisse schuldig macht/gemacht hat/machen wird und hinterher dann um Beteiligung bettelt.
Dafür wird meine Altersvorsorge draufgehen und ich bin gezwungen, meinen Lebensabend (laut Lebenszeitrechner bis 96) ungewaschen und sabbernd in einem staatlichen Altersheim zu verbringen, wo es keine Zivis mehr gibt, weil die Wehrpflicht ja schon lange abgeschafft wurde. Gepflegt werd ich dort von einem übellaunigen 1 Euro 50-Jobber der seit 20 Jahren von Hartz 4 lebt und dessen Horizont inzwischen nicht mehr weiter reicht als zu "Alexander Hold" oder "Familien im Brennpunkt" im Nachmittagsprogramm von RTL und der mich zwingt, aufgrund meines bis dahin fortgeschrittenen Alters jeden Samstag die "Bunte Spaßparade der Volksmusik" anzuschauen.
Und zur Strafe, weil ich das fragile Gesundheitssystem unserer solidarischen Gemeinschaft auf so schamlose Weise schröpfen wollte, schiebt er mich in meinem Rolli täglich für 3 Stunden in einen Hinterhof des Ghettos unserer Stadt, in dem brennende Tonnen stehen und nur arabisch gesprochen wird, damit ich sehe wie das Fegefeuer mal sein wird – dort, wo schon ein Platz seit meiner späten Jugend für mich reserviert ist. An Feiertagen oder wenn es zu kalt ist um mich rauszuschieben, stellt er mich vor den Fernseher und ich muss den ganzen Tag Astro-TV sehen.
Und das alles, weil ich mich jetzt weigere, meine antiken Amalgam-Füllungen gegen gesunde Keramik auszutauschen!!!
Irgendwie bekomm ich jetzt Zahnschmerzen ….
Montag, 1. November 2010
Bauer sucht Frau, Folge 1: Das Scheunenfest
Endlich ist es soweit: Bauer sucht Frau, mein TV-Methadon nach dem kalten „Schwiegertochter gesucht“-Entzug, geht an den Start. 9 Bauern mit chronischer Untervögelung, auf der Suche nach der großen Liebe ... oder nach einem Plattenvertrag, wie Schäfer Heinrich seinerzeit. Aber vorneweg: Beate fehlt in dieser Staffel. Tut mir leid, ein herber Schlag für alle echten BSF-Fans.
Aber jetzt nehmen wir zuerst die Bauern mal unter die Lupe.
Der lustige Ackerbauer Willy, 49. Sein Liebesleben ist nach eigenen Worten: „drübe“ über „gar nüscht vorhanden“ bis „hat praktisch gar nüscht stattgefunden“. Ja ... dazwischen liegt ja wohl nun kaum Spielraum! Der Kopfwackler mit der tiefen Stimme will, dass in Sachen Beziehungsaufbau mal was in die Gänge kommt. Zur Postübergabe spendiert er Inka Bause einen Batzen lecker Salami und hat auch kein Problem mit einer schwergewichtigen Dame, denn der alte Charmeur ist ja „froh über jede Bewerbung“. Endlich sagts mal einer. Er kriegt am Ende die Rosi, die sich mit einer Schaf-Tasse beliebt gemacht hat. Die sammelt der Willy nämlich – sapperlott, als ob das Tele ... äh so ne Fern-Telemetrie oder so wie das heißt, ääh Fern-Telepathie wär. Jaja Willy, ist schon gut ...
Der schüchterne Rinderwirt Lukas ist 21 und schon seit 3 Jahren alleine. Ja sapperlott, da muss aber wirklich was mal passieren - denkt denn keine mal an die biologische Uhr? Mannomann, 21. Ja, dass muss jetzt aber ruckzuck eine Alte her!! Bisher: Fehlanzeige, schließlich hat er zwei Jobs – er ist nämlich auch noch Halbtags-Fleischer!! Er nimmt am Ende die Regina mit ... denn die kann auch mal zuhören und er hört ja auch mal gern zu und wenn man das kann, das mögen die Frauen halt. Der Mann mit der langen Lebenserfahrung weiß eben was geht!
Der rüstige Hühnerwirt Gerhard, 68, sucht die Liebe, die ewig halten soll. Naja, allzu lange ist das für ihn ja nicht mehr. Der Mann hat eben Lebenserfahrung und weiß was er will, nämlich keine Heidi Klum – sondern eine die mit anpackt. Das nenn ich dann doch immerhin eine realistische Einschätzung. Dieser Mann nennt geschätzte 3000 Hühner sein Eigen – aber leider nur noch drei Zähne. Und hat jetzt auch noch die lustige Barbara an der Backe.
Der muntere Milchbauer Volker, 28, träumt von der „Frau für alle Jahreszeiten“. Find ich schon mal gut, nicht dass die Dame dann über den Sommer weg muss oder so, wenn die Kühe rollig werden. Weiß man ja nicht wie das läuft. Volker hat auch die meisten Briefe bekommen. Er nimmt dann die Verena mit – deren Augen er so toll fand. Hmmhm, Augen! Die Kamera sprach da eine ganz andere Sprache.
Der romatische Biobauer Johannes, 40, trägt Schnauzer und Pferdeschwanz und hatte schon einige Frauen am Start. Er sagt, er suche eine Frau – meint aber Gebärmaschine, denn er plant jetzt schon vier Kinder. Mit seinem Kumpel sichtet er die Post und die armen Jungens müssen (wohl laut Drehbuch) landestypischen Äppelwoi trinken – und zwar ohne Pause und immer wieder. Zum Scheunenfest wäscht sich Johannes dann noch die Zotteln – zur Feier des Tages und nur ausnahmsweise nehm ich an. "Aber erscht mol noch än Äppelwoi." Prost!!
Der herzliche Schäfer Marcel, 29, möchte bitte keine Ökotante an seiner Seite (das verrät uns die Bauchbinde) aber er wünscht sich einen Sohn, dem er Schlepperfahren beibringen kann (das verrät uns Inka). Den Schlepper hat er, den Sohn nebst Mutter noch nicht.
Der schüchterne Gemüsebauer Martin, 29, schwitzt und stammelt von der ersten Sekunde an. Man möchte als Zuschauer schon jetztim Boden versinken. Er hat ja auch schon viel versucht mit den Frauen, aber das Manko – so gesteht er, während sein rechtes Auge munter zuckt – sei eben die Landwirtschaft. Na klar doch Martin, das wird’s wohl sein. Mit Jennifer darf er dann aber mal schnell am Scheunenfest Händchen halten – wahrscheinlich fürchtet er sie jetzt geschwängert zu haben und nimmt sie vorsichtshalber die Woche mit auf seinen Hof.
Der charmante Schweinebauer Harald, 44, sucht was fürs Herz – mit Umarmen und so, das wär schon toll. Aber sind wir mal ehrlich, er hat den Bauer-sucht-Frau-Jackpot gezogen: Er hat Post von der Janett aus Kuba – sozusagen die Narumol der aktuellen Staffel. Die nimmt er natürlich auch mit – hier wird RTL schon die Finger im Spiel haben ... das macht Quote. Egal, ich freu mich auf mehr aus der Kategorie „Ich bin total fick und fertig“
Der ehrliche Schäfer Lämmes, 39, denkt es wär jetzt mal Zeit, sich richtig zu verlieben. Gefälligst! Lämmes meints echt ernst, weil: Er sucht nu aber wirklich eine Frau fürs Herz ... um den Haushalt kümmert sich schließlich Muddi. Der 2-Meter Mann freut sich, nennt Inka erst mal fröhlich Imka und legt zum Scheunenfest ein Rasierwasser auf, damit er – wie Mutti sagt – „einen schönen Duft abgibt“ – und nicht wie sonst nach Schafbock... aber gut, das ist Spekulation. Der roch aber wohl dann doch so gut, dass er beim Scheunenfest prompt seine Auserwählte am gleichen abend abservierte und die tätowierte Moni von Biobauer Johannes nachnominierte.
Es steht uns also ein unterhaltsamer Herbst bevor!
Sonntag, 31. Oktober 2010
Englische Wochen, part 2
17.55 Uhr. Ich betrete das Klassenzimmer der Berufsschule. Heizung voll Pulle, Fenster sperrangelweit offen. Verschwende kurz einen Gedanken an Umweltschutz und nachhaltiges Handeln, bevor ich wider aller Hoffnung „Hallo“ in den Raum rufe. Man sieht mich, hört mich, ignoriert mich. Klasse, mein Platz von letzter Woche ist noch zu haben – direkt neben der netten Sonja. Links neben mir sitzt heute Marie-Luise. Den Typ kennt man noch aus der Schule: lange, glatte, blonde Haare (natürlich alles echt), Klamotten von Benetton oder Esprit in Erd- oder Ocker-Tönen, ungeschminkt, natur-hübsch, wahrscheinlich unheimlich engagiert im Umweltschutz und weint wenn Tiere gequält werden. In meiner Klasse damals hieß diese Person Susi. Na gut, diese hier heißt Marie-Luise und: Sie nervt. June ist der Meinung, wir sollen in Gruppen ein paar Übungssätze erarbeiten, in denen die „modal verbs“ fehlen. Auf die Plätze fertig los: Noch bevor ich den ersten lückenhaften Satz überhaupt lesen konnte, sprudelt Marie-Luise schon alle 10 Lösungen heraus und schüttelt dann den Kopf ob meiner scheinbaren Trägheit. Auch ihrem mehrmaligen Drängen kann ich auch nicht mehr an mich halten und erbitte mir Ruhe zum Nachdenken – und sei es nur 10 Sekunden. Fazit: Sonja kichert, Marie-Luise schweigt beleidigt den Rest der Stunde, hebt aber weiterhin eifrig den Finger (rate mal ob sie schnipst!) und macht alles ganz ganz toll. Leider hat June nicht die richtige Brille dabei um unsere obligatorischen Namensschildchen zu lesen und ruft sie so lange mit wahlweise „Ann-Katrin“, „Anna-Maria“ oder „Eva-Maria“ auf, dass Marie-Luise auch böse auf sie wird und genervt verspricht, zur nächste Stunde natürlich ein anderes, selbstverständlich weitaus leserlicheres Schildchen zu malen.
Glückwunsch, basteln kann sie also auch J
Englische Wochen, part 1
Ich muss ja ehrlich gestehen: Ich war gestern schon etwas aufgeregt vor dem Englischkurs. In der Berufsschule für Handwerker suche ich das Klassenzimmer "Johann Wolfgang von Goethe". Die Handwerker sind da, wo die bunten Wände anfangen - schon wieder was gelernt. Und betrete das Zimmer und rufe "Hallo" in die Menschenmenge ... doch außer dem Echo, das von den Wänden widerhallt kam nichts weiter zurück. Also gut, dann eben nur hinsetzen und abwarten. Jetzt gehts los: Interviewe deinen Sitznachbarn und stell ihn den anderen vor. Gut für mich: Etwa 50 % der Menschen dort haben ein grottiges Englisch und werden mit etwas Glück und gutem Zureden von June, der kleinen Dozentin, den Kurs wechseln. Immerhin, meine Sitznachbarin Sonja ist wirklich nett – Steuerberaterin und passionierte Schwimmerin. Probleme hab ich noch mit Andre, der kommt nämlich ursprünglich aus Spanien und SPRICHT kein Englisch – er nuschelt es. Im Gegensatz zu Dima, der kommt nämlich aus Kroatien. Ich vermute, er hat seinen Nachbarn Markus auf Russisch vorgestellt. Hat aber keiner gemerkt, weiß eh jeder dass die Balkanesen kein Englisch können
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