Teasertext

Das beste/schlechteste aus Trash TV und mehr - sehr genau angeschaut und freundlich kommentiert ...

Dienstag, 6. Dezember 2011

SAT1 zeigt Schwer verliebt: der Kirchgänger Erik, seine Briefmarken, die Gabi und drei gute Gründe!

Der fromme Kirchgänger Erik (den man übrigens trotz aller klerikalen Adjektivdichte noch kein einziges Mal auch nur in der Nähe einer Kirche gesehen hat) möchte - da gerade mal wach - Rentnerin Gabi beeindrucken. Klassiker: er zeigt ihr seine Briefmarkensammlung.

Ganze 200 Exemplare, die er "jeden Tag aufs Neue sortiert". Wenn er nicht gerade Grütze löffelt oder Nickerchen macht. Gabi findet das Hobby irgendwie seltsam. Aber Achtung: Nicht weil Briefmarken sterbenslangweilig sind. Nicht, weil das was für komische alte Menschen ist. Oder noch komischere junge. Oder für Einsame. Ohne Freunde. Oder halt einfach für Bekloppte. Nein, Gabi findet Briefmarkensammeln doof weil: Sie sammelt lieber Elefanten! Elefanten, tatsächlich.
Das ändert natürlich alles! Sah ich bisher die rüstige Rentnerin noch als Bauernopfer privatfernseh-eigener Häme, als vernünftiger Mensch der irgendwie doch nur Liebe sucht - halt in der Welt der Volltrottel, weil sie nix anderes mehr abbekommt ... ja, so sehe ich sie jetzt als naturgegebenes Fernseh-Opfer, dem man allerdings schon lange vor der SAT1-Reality so richtig ins Hirn geschissen hat. Kann man grad so frei raus sagen. Erik dagegen bleibt seiner Linie treu und zeigt dann auch noch sein Flugticket-Album. Er war nämlich schon überall und wenn man die Körperfülle einberechnet, war er sogar überall schon zweimal. Sogar ein Ticket nach Casablanca hat er - genau, wie in dem Film mit ... na wie hier er gleich noch? Genau, Erik hat: Humpfred Bogard. Oder Hump-Fred? Egal, Erik verdient sich die Bauchbinde: Globetrotter, Hobbygärtner und Blumenfreund.
Dementsprechend geht er mit Gabi noch ins Sonnenblumenfeld ... wo er die Bombe platzen lässt: Er hat sich nicht in Gabi reinverliebt. Das hat drei ganz gute Gründe.
Erstens: Gabi war schon mal verheiratet, das findet Erik nicht so schön. Ja, auch jenseits der 50 hat man noch Freude am Entjungfern.
Zweitens: Wenn Gabis Figur nur ein bisschen mehr "normal" wäre. Normal im Vergleich zu Kate Moss hieße hier dann: gerne 30 Kilo weniger und etwas körperformenden Sport. Normal im Verhältnis zu Erik heißt dagegen: etwa 50 Kilo rauf bis zur unfreiwilligen Bewegungslosigkeit.
Drittens: Gabi hat weder Auto noch Führerschein. Auch nicht ihre Tochter. Nicht ihre Oma. Und auch nicht der Nachbar oder Freund des Cousin dritten Grades.
Mehr as brieflicher und telefonischer Kontakt ist für Erik nicht drin hier. Mutter Christa findet das auch nicht so lustig - hat sie den schnappatmenden Dicken mit gebetswürfel jetzt noch weiter an der Backe. Pech. Ich vermute, bei der nächsten Gelegenheit brennt sie mit Gabi durch. Hoffentlich ist SAT1 dann auch dabei!

Montag, 5. Dezember 2011

Bauer sucht Frau auf RTL: Songs vom sanften Schweinebauer, Schnaps vom liebevollen Lausitzer

Die aktuelle Staffel von Bauer sucht Frau scheint nicht mehr in die Gänge kommen zu wollen. Es wird gekuschelt, geknutscht und bei punktuell auftretendem Stress dann einfach gleich abgereist. Was hat sich RTL nur dabei gedacht? Ach Moment, ich weiß: Die aktuelle Staffel ist nicht zur schadenfrohen TV-Unterhaltung gedacht, kein bäuerlich-grenzdebiles Heugabel-Gekasper für den ähnlich grenzdebil schadenfroh sabbernden Zuschauer vor der Kiste. 2011 ist alles anders: ein Lehrstück agrarökonomischen Intellekts, ein Feuerwerk vorbildlichen Gutbürgertums und rollenspezifischer Haus-und-Hof-Idylle. Alles und jeder hat seinen Platz. Der Bauer auf dem Dicken-Eier-Trecker, die Mutti im Haus und im Stall. Am besten mit Kittelschürze und bei Bedarf auch im blicklenkenden Dirndl inklusive Vorbau-Ansicht der Extraklasse. So gehört sich das heute - auch auf dem Homo-Hof läuft das nicht anders!
Da reitet der fleißige Pferdebauer Philip den ganzen Tag feurige Hengste zu und aus, der zimperliche Zahntechniker Veith kümmert sich um bissfeste Spaghetti, um das Hausferkel und findet den rest der zeit den Hausherren einfach nur ganz ganz prima.
Um das RTL-Idyll nicht zu gefährden, wird bei schwierigeren Fällen auch schon mal zu härteren Maßnahmen gegriffen. So legt in weiser Voraussicht der liebevolle Lausitzer und Landgutbesitzer Dirk zwei Schnäpschen auf das Kissen der blonden Melanie. In der Yellow Press stand heute zu lesen: Die beiden konnten sich nicht ausstehen. Hilft auch kein Schnaps mehr über länger, als die Kameras an sind.
Zu noch härteren Mitteln greift der sanfte Schweinebauer Uwe und singt aufgrund fehlender Worte einen Silbermond-Song. "Du bist das beste was mir je passiert ist" präsentiert sich hier zwar mit den richtigen Textbausteinen, die lediglich völlig neu kombiniert wurden - macht die Sache aber auch nicht besser. Vielleicht wenn er das gleiche Lied durch die Nase trompetet hätte? Ja, das wär zumindest mal was Neues gewesen im staffelimmanenten Agrar-Einerlei bei RTL.
Auch bei Gerold und Petra ist der Himmel noch blau: Er sucht Frau fürs Haus, sie sucht Haus für Frau, also sich selbst - und somit auch für sie als Herd- und Staubverantwortliche. Einzig zu benörgeln ist, dass Petra immerzu mit dem Hundi schmust und nie mit Gerold. Ja sackzement, nach 2 Tagen könnt man da echt ein bisschen mehr Pflicht-Grabbeln erwarten. Die Frauen von heute ... Haus, Heim, Herd und Putzeimer nehmen sie, den Kerl lassen sie links liegen! Da hat RTL noch Korrekturbedarf ...

Samstag, 3. Dezember 2011

Schwer verliebt auf SAT1: Ein Katzen-Quartett, ein Spielmannszug und die Barbietaufe

Der fröhliche Flötenspieler Andreas muss sich zwischen Frührentnerin Sandra und der blonden Gundula entscheiden. Fällt ihm schwer, denn seine Gedanken gehen "vorwärts, rückwärts, rauf, runter und durcheinander". Kein Problem, ist ja ausreichend Platz in der hohlen Kopfhütte des Flötisten. Beim Frühstück klären die "Hüftgoldträger" dann die Fronten und Gundula muss gehen. Verständlich, schließlich ist Sandra mit 30 schon in Rente und hat Zeit, den Flötenandy zum örtlichen Spielmannszug zu begleiten. Lebenslang sozusagen. Wenn das mal keine schöne Drohung ist. Lustige Ausritte gibt's anscheinend für jeden TV-Sender momentan im 3-Bundle günstiger und so müssen auch in dieser Sendung Andy und Sandra mal ein Pferd beklettern. Schön wird das erst, als Sandra eine neue Abstiegs-Kür entwickelt: Vom Sitz in die Waagerechte gehen, dann beide Beine auf dem Pferdehals verhaken und irgendwann einfach fallen lassen.
Volle Action bei Kirchgänger Erik - heute gibt's was tun! Schon beim Frühstück kommt Gabi mit der Idee um die Ecke, im Garten ein Kräuterbeet für Mutti Christa anzulegen. Nickerchen-Fan Erik meint zwar, er müsste sich jetzt doch erst mal ausruhen - aber ehrlich mal ... was anderes könnte dieser Körper auch anderes tun als im Ruhemodus den Tag irgendwie zu überstehen? Trotzdem kommt er nach seinem "Zwischen-Frühstück-und-erster-Zwischenmahlzeit-Nickerchen" in den Garten und lehnt sich hilfreich auf einen Spaten. Das hat er wohl in deiner Zeit als Gärtner gelernt - und noch so einiges mehr, denn er läuft zur absoluten Hochform auf. Heißt: Er hechelt Gabi einige Anweisungen zu und empfindet nach Gabis getaner Arbeit"ein Gefühl von Zufriedenheit und Freude". Naja, immerhin in der B-Note bekommt er von mir 10 Punkte. Später spielen die beiden Spielefreunde ein Kartenspiel nach ganz eigenen Regeln. Und die gehen so: "Du musst mich nach dem Buchstaben fragen mit der Zahl - und ich dich." Erraten? genau: die beiden zocken Katzenquartett - haben aber Null Komma Nix davon kapiert. Erich macht lieber wieder Nickerchen. Nach einem Topf grüner Grütze. Natürlich.
Regalservicekraft Sarah gibt sich alle Mühe, dass endlich eine der beiden Flachpfeifen freiwillig die Flucht ergreift. Aber weit gefehlt, sogar eine Barbi-Taufe (auf den Namen Mary-Jane) am Dorfbrunnen wird durchgezogen. Und wahrscheinlich denkt sich Sarah inzwischen: wer so bekloppt ist und das alles mitspielt, der ist auch bekloppt genug, um sie ordentlich zu knattern. Zu müssen. Ich denke übriges, dass sie recht hat. Dirk ist der Auserwählte, weil er "so schöne Sommersprossen" hat. Hmm klar, kennt man ja den Spruch: Wie die Sprossen eines Mannes, ... jaja und so weiter. Der kleine Gärtner zeigt sich ab diesem Zeitpunkt nur noch in Unterbuxe und T-Shirt. Reicht ja auch, wenn man bei der Alten zuhause ist. Sarah lässt glücklicherweise die Klamotten an und dann gibt's ein Herrengedeck der etwas anderen Art: Sarah, Sekt und Mohrenköpfe. Zusammen mit dem halb nackten Sommersprossen-Zwerg im grünen Schlüpper ergibt sich ein Bild, das zum Abschalten animiert. Spätestens als Sarah ihre verschmierten Pfoten ablecken lässt ist Ende. Meine Schmerzgrenze ist ja auch nicht unendlich nach oben offen.

Montag, 28. November 2011

Bauer sucht Frau: Krise bei Friedrich und Inge, Krach bei Veith und Phillip, Kalauer bei Gerold

Am Anfang schöpft man ja immer Hoffnung: Ein neuer Bauer bekommt Besuch. Jetzt endlich gehts rund bei Bauer sucht Frau ... oder?
Der fröhliche Friese Gerold (42) holt nämlich die oberbayerische Floristin Petra vom Bahnhof ab. Statt "Hallo" gibt's ein "Bist du alleine gekommen?". Auf ihre Nachfrage, wer denn dabei sein soll gibt es eine schlichte Antwort: "Niemand!?!!" Na also, da hat sie doch gleich mal alles richtig gemacht die Petra, das selbsternannte "Dornröschen, das geweckt werden muss". Ich zweifle an Gerolds Erweckerqualitäten - irgendwie ist er etwas hilflos und das wird nicht besser, als Petra die Hühner abhauen lässt. Sie kreischt "Die Hiehner sin auskimme" und er versteht ... ja was eigentlich? Irgendwas mit "aus der Kimme". Ja da würd ich doch auch Angst bekommen!
Hobbygärtner Friedrich hat einen schlechten Tag erwischt. Er überwindet sich einmal ganz unmännlich den Küchenbereich zu betreten und dann ... dann setzt ihn die resolute Inge direkt vor die Tür. Sie weiß schließlich, wie das mit dem Kochen geht und so!!. Friedrich verzieht sich mit zitternder Unterlippe und wird nachdenklich: "Erst wirst du aus der Küche geworfen, nachher gibts Hausverbot" Fänd ich total locker, wenn auf einmal Friedrichs Koffer auf dem Hof stehen und Inge in Zukunft den Baum verschneiden darf. Ihre Maxime: "Man kann einen Mann gar nicht schlecht genug behandeln." Findet er immer noch doof und wirft sie zuerst raus - würde aber gerne Freunde bleiben. Das findet sie jetzt nicht gut, weil das ja "eh nur Geschleime" ist und das Ende vom Lied: Inge fährt ab und beide heulen sich am Bahnhof einen zurecht. Man fragt sich ... ach neee, ich frag nicht.
Pferdewirt Phillip und Zahntechniker Veith zeigen mal wieder der ganzen bäuerlichen Hetrowelt, wie superduperklassetoll Schwulsein auf dem Land sein kann. Klar, bei hochsensiblen Themen wie Abendessen kann es da schon mal zu Spannungen kommen auf dem li-la-laune Homohof. Ausnahmsweise. Veith darf letzendlich Nudeln kochen aber schon leistet er sich den nächsten Hammer: "Das schmeckt mir lecker" Oha. Das hat Phillip gehört, das grauenvolle "Undeutsch" und kommt nicht drüber weg. Krise! Wird weggeknutscht - also wieder nix mit Stress.
Diese Staffel will aber auch nicht in Schwung kommen. Ich hoffe immer noch auf die nächste Folge, jede Woche wieder. Dran bleiben! Ob Rolf nochmal wiederkommt? Potenzial hatte der ja.

Donnerstag, 24. November 2011

Schwer verliebt auf SAT1: Sarah verliebt sich, Stress bei Flötenspieler Andreas und Erik verschläft den Rest

Bei Regalservicekraft Sarah im herrlichen Hunsrück wird die Luft immer schwüler. Gärtner Dirk schleppt sich nach der frustrierend einsamen Verlierer-Nacht auf der fremdaufgeblasenen Baggersee-Paddelmatte in rosa an den Küchentisch, um einen Liebesbrief zu schreiben. Volltreffer: Es ist Sarahs erster und sie hofft, Mutti findet ihn nicht. Warum eigentlich nicht? Ehrlich: die Jahresabrechnung der städtischen Stadtwerke ist ähnlich spannend. Gut, vielleicht malt der Sachbearbeiter keine Herzchen aufs i, hier müsste man Abstriche machen. Das Trio geht zum Badesee. Riese Bernd will endlich mal mit Sarah "fölörten" bei "bei ihr durchstoßen". Sieht schlecht für ihn aus - vor allem für das Stoßen, denn als er sich oben rum frei macht, denkt Sarah spontan an "Homer Simpson nach dem 3. Bier". Er gesteht ihr, ein bisschen verliebt zu sein und dabei macht sein "Herz Dauerlauf in Ultraschallgeschwindigkeit". Sarah freut sich. Aber Puzzlesammler Dirk gesteht beim Schaukeln das Gleiche. Und Familie, Kinder, Hochzeit und so - das will er auch demnächst. Sarah findet das romantisch ... ich finde "Sollen wir rummachen??" hätte auch gereicht. Für Sarah sowieso.
Beim fröhlichen Flötenspieler Andreas rollen nicht nur Sandra und Gundula zum Frühstück an (der Witz kommt wirklich aus dem Off), sondern auch Mutti und 6 leckere Sahnetorten. Wenn wir auf diesem Niveau bleiben, will ich nicht wissen wie das Mittagessen bei denen aussieht. Sandra und Gundula haben ständig Angst, dass sie beim Flötenspieler in einen Nachteil geraten könnten. Wie schnell sagt man mal was Doofes und schon ist man raus. Lösung: die eine wiederholt immer wortwörtlich genau das, was die andere sagt. Ohne Zeitverzögerung. Kein Wunder, dass Andreas zunehmend irrer scheint. Er hat für die beiden Papageien sein Zimmer hergerichtet - die Sternentapete nebst Teddysammlung und dem Bild mit den "synchronspringenden Delfinen" begeistern sofort. Weniger die altersschwache Gartenliege, auf der einer der rubensgeformten Damen schlafen soll. Keine will, man streckt sich gegenseitig die Zunge raus und spielt das "ich war aber zuerst hier" Spielchen ... nichts nutzt. Aber der feierwütige Flötist hat eine Lösung: Zocken! Ohne mit der Wimper zu zucken packt der spassorientierte Spieler sein Mensch-ärger-dich-nicht aus - und ne Flasche Erdbeerlimes obendrauf.
Damit die zwei schrägen Vögel vielleicht irgendwann mal die Klappe halten.
Busfahrer Michael will mit Marion auf den Rummel. Das geht aber nicht einfach so, erst mal muss ein Dirndl her. Ich dachte eigentlich bisher, dass gerade rundliche Frauen im Dirndl immer besonders nett ausschauen. Marion wirkt allerdings wie ein aufgerüschtes Michelin-Männchen im floralen Musterrausch. Aber wenn man schon mal da ist, wird sich auch gefälligst amüsiert - was heißt: Michael schenkt ihr ein Lebkuchenherz mit Aufschrift "Flieg mit mir zum Mond" (??), während sie sich die nächste Knarre schnappt und dem oberbayerischen Milchgesicht ein Teddybärchen locker aus der Hüfte schießt. Und weil sie ihn da schon mal so schön in seiner Männlichkeit blamiert hat, übernimmt sie zuhause auch noch das romantische Ruder, schenkt Michael ein Mädchen-Dackel-Poster und klebt aus Leuchtsternen das Sternbild "großer Hund" an die Zimmerdecke. Michael sollte sich das nächste mal statt einem Teddy einfach ein paar Eier schießen lassen.
Der fromme Kirchgänger Erik spendiert Gabi einen neuen Badeanzug. Sie hält diese Anzieh-Auszieh-Geschichte für aufregend ... Erik macht derweil ein Nickerchen. Er hat aber noch einen guten Tipp, nachdem auch das dritte Badekleid nicht so recht sitzen mag: "Probier doch mal einen der passt". Ach so. Nach dieser an- und höchst erregenden Geschichte nimmt sich Mutter Christa die Rentnerin Gabi mal her: "Hast du denn Erfahrung mit jungen Männern ... also ... mit unberührten Männern?" Gabi nimmt die nahezu unpersönliche Frage gelassen und gibt die einzig richtige Antwort: "Ja, hab ich. Ich hatte immerhin mit 18 schon 2 Kinder". Und das scheinbar - so zumindest der Umkehrschluss - von unberührten Jungens gezeugt, sapperlott Gabi ... Wenn Erik nicht so schon Schnappatmung hätte, wär der Zeitpunkt jetzt gekommen. Da macht er lieber erst mal ein Schläfchen. Mutter Christa betet derweil vorsorglich denn auch mal lieber 50 Ave Maria. Man weiß ja nie, unter diesen Umständen ...

Mittwoch, 23. November 2011

Ruhig bleiben: Aber 2011 ist durch

Es ist der 22. November und ich hab es tatsächlich gerade das erste Mal gesehen: Den Trailer für "Menschen, Bilder, Emotionen" bei RTL. Da stutz ich aber doch: Ein Rückblick mitten im Jahr? Ein Innehalten und Rückwärtsschauen - weit vor Ablauf der Zeit?
Gut, meinetwegen können wir das so durchziehen. Ich werde morgen um 6 Uhr meine Freundin anrufen um sie zu fragen, ob sie denn auch wirklich noch gut schlafen wird bis um 7 Uhr, wenn dann der Wecker klingelt. Oder einfach mal so rückblickend - wie die Nacht bis hierher denn so war? Ja aber was wenn sie sagt: alles prima und dann kommt zwischen 6 und 7 Uhr doch noch der fiese Mörder-im-Schrank-Alptraum um die Ecke?
Also eines ist sicher: Wenn wir jetzt schon zurückschauen, wird das restliche 2011 stinklangweilig. Darf ja nix mehr passieren jetzt - der Krempel ist abgedreht, hgeschneitten und Günther Jauch hat die entdprechenden Moderationskarten auch schon auswendig drin.
Also liebe Welt: Füße still halten jetzt. Bis Januar ist Ruhe im Karton!!

Sonntag, 20. November 2011

Bauer sucht Frau 2011: Rolf tobt, Thomas im Unterzucker und Inge sieht keinen Staub

Die Folge startet mit Agrar-Schwulette Phillip(28), auch "der fleißige Pferdewirt" genannt. Warum striegeln, rumreiten und ein paar Möhren über den Zaun pfeffern immer wieder gerne als fleißig bezeichnet werden, kommt auch in dieser Folge nicht raus. Denn gleich nach dem morgendlichen "Aufstehen Knittergesicht!" starten Phillip und sein Zahntechniker Veit zu einem scharfen Ritt. Den Gag könnt man jetzt durchziehen bis zum Erbrechen! Aber die beiden selbsternannten Spaßkanonen sind so sterbenslangweilig, dass sogar das Lästern einschläfernd wirkt. Erst als Phillip vom Lagerfeuer weg erzählt "veit und ich haben immer das letzte Wort" kommt meine Denkmaschinerie wieder in Gang und ich frag mich, wie so ein Gespräch im kreis läuft. Und wann es endet? Das ist wie über die Grenzen des Weltalls nachzudenken ... könnte man irre werden dabei - also lieber weiter zu
Pfundskerl Thomas (36) und der blonden Oldenburgerin Diana.
Gestern noch Sahnetorte, heute Diät. Und Sport. Es wird genordic walked dass sich die Stöcke biegen (wer das gesehen hat weiß, was ich meine). Läuft aber nicht, Diana findet das doof, Thomas findet es insgeheim gut so und legt sich erst mal auf ein Nickerchen hin. Also bis hier muss man sagen, hat der Pferdewirt fleißmäßig tatsächlich die Nase vorne! Echte Tränen stehen dem Pfundskerl allerdings in den Augen, als er sich an den Mittagstisch wuchtet und nur Tomaten sieht. Kurz vor dem erregungsbedingten Exitus verrät Diana, dass es noch schön sahnigen Käse-und-Zeug-Auflauf mit allem drin gibt. Der Puls beruhigt sich, der Magen kriegt was er will und Diana bekommt zu hören: Besser hätte das Mutter auch nicht hingebracht.
Der einsame Niedersachse Friedrich (59) hat "ja immer einen Scherz im Ärmel". Der Spaß hat aber schnell ein Loch als er bemerkt, dass sich Büroangestellte Inge (57) nicht so richtig im Haushalt nützlich macht. Weil "Frauen sehen den Staub besser als Männer" und dann tut die nix außer ihn bekochen und reden will die auch immerzu. Dabei hat Friedrich wirklich genug zu tun - er verschneidet seit 3 Folgen schon den gleichen Baum in seinem Garten. Wahrscheinlich klebt RTL die abgesäbelten Äste immer wieder dran, damit er nicht aus dem Takt kommt. Inge und ein anderer Baum ... das wär wohl echt zu viel. Also macht sich Inge fluchend ans Staubwischen, Friedrich versucht zaghaft eine andere Arbeit zu verrichten und vielleicht kann Nachbar Uwe bei den beiden vermitteln.
Beim heiteren Ackerbauer Rolf und seiner Fleischereifachverkäuferin Silvia ist mal wieder fett Feuer hinter der Tapete. Silvia vereinbart für Rolf einen Arztterin, wohl aus Angst, dass er demnächst über die 20 Meter Darm stolpert, die in den letzten Jahren aus seiner Leiste gepurzelt sind. Rolf mag aber scheinbar auf den neuen Mitbewohner seiner Eier nicht verzichten und fährt Silvia mit einem "Mädchen, so läuft das hier nicht" an den Karren. Endlich packt das 42-jährige Mädchen ihre Koffer und haut ab. Rolf hat endlich wieder Ruhe und überhaupt: "Schmetterlinge hab ich für Silvia nicht mehr über". Okay, die sind also aus. Sein Fazit: "Ich werd mich nach ner anderen Mieze umschauen".