Teasertext

Das beste/schlechteste aus Trash TV und mehr - sehr genau angeschaut und freundlich kommentiert ...

Freitag, 12. November 2010

Englische Wochen, part 4

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass vhs-Kurse nicht ausschließlich von älteren Menschen und Hausfrauen besucht werden? In meinem Kurs sitzen zum Beispiel zwei Schülerinnen Sändy und LingFu, etwa 16 bis 17 Jahre alt, zahnspangig, picklig, meist halb nackt und abwechselnd kichernd, rotzig, trotzig oder beleidigt, inklusive Schnute ziehen! Was die hier so genau wollen weiß ich auch nicht genau – ich denke aber, dass sie für einen Sportverein zu faul, für einen Tanzkurs zu steif und für einen Karnevalsverein zu zickig sind. Damit die beiden Schnutzen-Zieher überhaupt irgendwas tun außer sms-schreiben oder diese neuen Kräutermischungen rauchen, schickt man die halt in die Volkshochschule. Zum Englisch-Zertifikat. Da hat man was Eigenes – das Jodelseminar war ja leider schon so schnell voll.
Immerhin hat die Muddi von Sändy jetzt auch endlich einmal in der Woche für 3 Stunden frei vom Nachwuchs, der ständig telefoniert oder Dreck macht oder mit den Türen knallt. Oder alles auf einmal. Jetzt kann Muddi die Zeit, in aller Ruhe „Familien im Brennpunkt“, „Verdachtsfälle“ und vielleicht sogar den Anfang von der „Supernanny“ gucken. Die Frau Saalfrank, die findet die Muddi von Sändy sowieso echt „suuupi“ … wie die so ruhig bleiben kann. Also sie selber rastet ja voll aus, wenn die Sändy so trotzig tut und immer F+++ sagt und so.Geht gar nicht. Dann greift sie eben hart durch, da beißt der Schwan keinen Faden ab: Da werden dann auch schon mal die Kippen gestrichen!! Tja, Kindererziehung ist eben kein Wandertag oder wie das heißt und manchmal muss man sich eben den unbequemen Stiefel auf den Rücken schnallen und richtig mit der Faust auf den Fisch hauen um der Kurzen zu zeigen, wo der Frosch mit den Locken hängt. Hilft ja nix! Naja und ne stille Treppe – also sorry Frau Saalfrank, das ist Scheiße. Soll ich jetzt noch ein paar Stufen zimmern oder was? Neee, die vhs tut´s auch.
Die Mutter von LingFu geht noch einen Schritt weiter: die sitzt nämlich mit im gleichen Kurs und geht – so schätze ich – dem Nachwuchs so noch viel mehr auf den Zeiger!

Mittwoch, 10. November 2010

Off-Zitat der Woche

Nicht immer nur auf die Bauchbinden schauen - auch zuhören lohnt sich manchmal. Denken wir beispielsweise an Narumols Hochzeit, das to-be-continued der letzten Staffel, und an den herausragenden Off-Kommentar von Inka Bause, als sich Narumol gerade für die Feier hübsch macht:

"Die Mutter einer Tochter schaut sich im Spiegel an."

Uiuiuiuiui! Greift das nicht zu kurz? Müsste es nicht korrekt heißen:

"Die Tochter einer Mutter und eines Vaters, Schwester einer anderen Schwester, Enkelin einer Oma, Cousine von zwölf Cousinen und drei Cousins, die Nichte einer Tante nebst Onkel, die Schwägerin eines Schwagers, die Verlobte eines frommen Milchbauern, dem Sohn einer Mutter und eines Vaters, dem Enkel einer Großmutter ..."

Ihr wisst was ich meine, ich muss da jetzt nicht vollständig werden. Kurz: DER Abend wäre gelaufen, wenn man korrekt bleiben wollte ...

Montag, 8. November 2010

TV-Zitat der Woche

RTL, Das Supertalent, 06. November 2010
Pizza ist etwas ganz besonderes ... und er muss es wissen, der Umberto Napolitano,denn er ist:

"WeltmeistervonPizzakrobatisch sssweitausenacht."

Respekt Umberto!

Sonntag, 7. November 2010

Bauer sucht Frau, Folge 2: Damenbesuch

Beim rüstigen Hühnerwirt Gerhard ist irgendwie alles beim Alten. Wörtlich – denn was dort als Einrichtung rumsteht wird seit 250 Jahren schon nicht mal mehr produziert. Das Zeug gilt heute als Sondermüll. Okay, alles bis auf die Tiefkühltruhe, die im Gästezimmer steht. Woanders stört das Ding doch nur. Barbara hat das Teil jetzt im Zimmer stehen – macht aber nix, weil: stellt euch vor welche Geräusche Gerhard, der haargegelte Geflügelbauer, in der Nacht macht … jahaaaa, und was ist jetzt die bessere Alternative? Eben!! Das denkt sich die Barbara sicher auch. Wahrscheinlich heiratet sie am Ende dann eben den modernen Tiefkühler.

Der lustige Ackerbauer Willy hat für die Akkordeonspielerin Rosie ein Blümchen gepflückt. Ihr Kommentar: “Ich hoffe dein Garten ist jetzt nicht leer gepflückt”. Soso, ein Blümchen ist der Dame wohl zu mickrig. Es folgt die übliche Haus- und Hofführung, bei der sich die Köchin Rosi aber ständing am Hintern kratzt. Wahrscheinlich kneift der String in der Ritze. Das sind Bilder, die ich seitdem nicht mehr loswerde. Genau wie den Moment, als Rosi Willy auf den Hintern haut. Na so ein Landwirt-Luder, die Rosi. Willy traut sich aber nicht zurückzuhauen – weil die Rosi ihn mit einem Schlag K.o. machen kann! Im Stall schauen die beiden dann Kälber an, wo die runde Rosi auch gleich Hunger kriegt. Also nix wie ins Haus, dem Willy ein Brot schmieren, selbst die dickste Brotscheibe fordern und: füttern. Kann der Bub nicht alleine … ? Immerhin hat Willy schon Schmetterlinge im Bauch. Und viel lecker Leberwurst.


Der junge Rinderwirt Lukas, der 21-jährige Dauerjunggeselle kurz vor Torschlusspanik hat voll daneben gegriffen: Regina kommt nicht auf seinen Hof. So ein Pech. Liegt vielleicht da dran, dass er noch kein schönes Adjektiv bekommen hat von RTL. Nur wer als treu, charmant, schüchtern oder gerne auch ruppig bezeichnet wird ist ausreichend geadelt. WIe auch immer, zum Glück hat Mutter Elisabeth einen Rat: Das Leben geht weiter und da waren ja noch die Briefe! Die Stina, gell, weil deren Text hat ihn “schon das eerste mal ganz gut angesprochen” Hä?? Würd gern wissen was er gesagt hat, der freche text mit dem losen Mundwerk. Apropos Mundwerk: Die Stina kommt zwar angereißt … aber Lukas spricht ab dem Moment nicht mehr. Also Freunde, so kann das nix werden!


Der charmante Schweinebauer Harald muss zuhause mit seinem Bruder, dem blonden Rainer, aufs Bänkla. Der hat den Sinn der Sendung noch nicht verstanden und fragt erst mal: “Jemand kenneng´lernt?” Klar hat er und: Er hat schon voll “Herzbammeln” und legt der Janet noch zwei Marzipansäue aufs Kopfkissen. Hätt er sich das Geld lieber für ein Taxi gespart, damit die hübsche Hausfrau Janet nicht mit dem Schulbus anreisen muss … sein Kinderbett mit den lustigen Aufklebern kommt jetzt ähnlich sexy rüber wie die Bratwurst mit Zwiebeln die sie vom Holzbrett essen muss. Warum? Ja pfffff, das weiß doch der Harald nicht.


Der ehrliche Schäfer Lämmes muss zuhause gleich Mutter Änni und Hündin Cindy berichten. Änni heult schon mal (Cindy sabbert und hechelt dazu). Als sie die “Fleischwaren-Fachfrau” Moni sieht, wird sie nicht wirklich fröhlicher, den sie findet schon, dass die tätowierte Moni etwas mollig ist. Aber naja, muss ihr ja nicht gefallen. Im Hasenstall verliebt sich Moni gleich in die putzigen Hoppel-Tierchen – was gut ist, denn jetzt hat sie schon mal eine enge Verbindung zum nächsten Sonntagsbraten. SOWAS findet Lämmes dann witzig … und bewirft vor lauter Überschwang dann die Hasen mit Möhren. Füttern heißt das im Bauernjargon. Bombardieren nenn ich das!

Freitag, 5. November 2010

Englische Wochen, part 3

Mein Englischkurs geht in die nächste Woche - und als wär ein Abendkurs nicht schon anstrengend genug, saß gestern auch noch Andre neben mir. Diese Tatsache an sich könnte man ja noch getrost ignorieren, aber Dozentin June hatte mal wieder eine prima Idee: Heute gibts Gruppenarbeit. Und bei diesem Wort krieg ich schon Föhn, weil irgendein Vollpfosten immer genau da sitzt,wo deine Gruppengrenze verläuft. So auch gestern.
Andre ist der Typ "zukünftiger Banker der sicher mal fett Kohle scheffelt, aber jetzt schon mal vorsichtshalber auf ganz dicke Hose macht". Betont locker-dynamisch, nie im Anzug sondern lieber in Diesel-Jeans und edlem Wollpulli, immer ein charmant-freches Augenzwinkern am Start und falls das nicht funktioniert: Gerne auch mal ein herablassender Blick. Gestern sprang er mitten im Unterricht auf und rannte aus dem Zimmer. Während ich grinsend Darmprobleme vermute, kam er 10 Minuten später augenrollend wieder in den Klassenraum ... mit dem I-Phone in der Hand. Schulterzucken: Geschäfte, tja was will man machen. Kurz darauf besagte Gruppenarbeit - klar, dass June uns in eine Gruppe packt. Während diese mit Brillenwechsel beschäftigt ist und noch schnell überlegt, ob Marie-Luise denn nun Anna-Lena oder doch eher Katharina-Maria heißt, reden die lustige Sonja, der bereits vor Herablassung triefende Andre und ich über Weltreisen und was man da so alles für bräuchte. Geld, viel Geld ruft Sonja. Andre legt seine ganze Verachtung in diesen einen Blick, schaut uns abwechselnd an und fragt allen Ernstes: "Geld? Hmmhmhm, und warum?" Ich kann nicht an mich halten und rufe übermütig:
"Für Koks und Nutten!!!!"
Stellt euch das folgende Schweigen im gesamten Raum vor ... man hört nur June leise klappern, als sie schnell noch mal die Brille wechselt.

Mittwoch, 3. November 2010

Bauchbinde der Woche

Aus: Schwiegertochter gesucht, Staffel 4, Folge 1.
Der schüchterne Peer erwartet sehnsüchtig seinen Damenbesuch, während die Oma im Schaukelstuhl neben der Strickarbeit (die der RTL-Praktikant später wieder aufdröselt, damit die Frau beschäftigt bleibt) auch gute Ratschläge zur Körperpflege gibt. Bauchbinde:

Peer, 30
hat extra Deo benutzt


Ich denke, damit wird die Besonderheit des Augenblicks auch wirklich gewürdigt.

Dienstag, 2. November 2010

TV-Zitat der Woche

Aus: Schwiegertochter gesucht, Staffel 4 (2010), Folge 4
Als sich der schüchterne Peer gerade mit der tätowierten Tamara in ein tief gehendes Gespräch über Wurst ("Bockwurst? Bei uns heißt die Rotwurst") stürzen will, ermahnt ihn BEATE:
"Hatten wir eben nicht was besprochen? Ich fühl mich wie das dritte Rad am Wagen!"