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Das beste/schlechteste aus Trash TV und mehr - sehr genau angeschaut und freundlich kommentiert ...

Donnerstag, 4. August 2011

Das Messie-Team auf RTL2: Andreas, sein Chinchilla und viel Elektronik

Also früher gab es dafür kein Wort. Und wenn sich Omas Schrankwand aus gebeizter deutscher Nachkriegseiche auch nur so unter Nippes gebogen hat: Messe hätt man sie genannt. Da wär aber mal richtig Feuer hinter der Tapete gewesen!
Das sieht der arbeitssuchende Andreas (44) aus Hahn genauso.


Okay, er besitzt vielleicht 60 Motherboards, etwa 236 Platinen, 60 CD-Laufwerke und noch mal 40 PC-Gehäuse obendrauf ( auf die am überschaubarsten 30 Quadratmeter verteilt) aber „Ein Messe ist jemand der absoluten Müll und Schrott sammelt. Elektronik ist für mich wichtig zum Überleben wie Wasser, Brot und Kaffee. Eben lebenswichtig.“ Ich bin überzeugt und will wegen deutlichem Brisanzverlust der Sendung weiterknipsen, da tanzt Andreas en bisschen was aus seinem Wohn-Alltag vor:
Er steht auf, räumt den „Arbeitsbereich“ frei. Da muss er ja arbeiten. Der Krempel kommt dann aufs Bett. Und abends wieder retour. Dann hat er einen „Wohnbereich in dem Sinne“ (da ist er Realist). Hier kann er auch fernsehgucken. Wenn er vorher die Sachen wegräumt. Aber er hat ja auch etwa 10 Fernseher. Immerhin geht einer davon. Der Rest sind „Aufträge von Freunden. Die reparier ich, damit sie wieder gängig sind und dann haben die wieder ein Gerät mit dem sie ihre Filme ... oder überhaupt einen Fernsehempfang haben“
So langsam schmerzt mein zerebrales Satzbauzentrum, doch bevor ich wegschalten kann, fesselt mich Andreas mit der Begehung seiner Küche. Da steht jetzt der Chinchilla-Käfig, denn das 3-stöckige Kleintierheim mit Fassungsvermögen für ein adipöses 3-Generationen Wombat-Rudel muss ja irgendwo hin! Das geht dann so:
Käfig nach links drehen. Dahinter ist steht der Kühlschrank. Tür auf, Inhalt: Eier (Alter unbekannt), Tiefkühlspinat (dito) und Schimmel. Tür wieder zu, Käfig erneut mittig platzieren. Zweimal um die eigene Achse drehen. Visueller Scan des Raumes: Topf? Käfig nach rechts drehen – hier ist ein Schrank. Pott raus, Käfig wieder in Ausgangsstellung. Erneutes Nachdenken. Käfig wieder nach links drehen, Mikrowelle befüllen, Käfig wieder zurückdrehen. Während das Chinchilla seekrank den Käfig vollkotzt löffelt Andreas Spinat und geht dann zu seinem Lieblings-Schrotthändler um die Ecke. Die pragmatische Bauchbinde dazu:
Ali. Schrotthändler.
Dem gibt es ausnahmsweise nichts hinzuzufügen.

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