Teasertext

Das beste/schlechteste aus Trash TV und mehr - sehr genau angeschaut und freundlich kommentiert ...

Samstag, 20. November 2010

Bauer sucht Frau, Folge 4: Erste Tränen

Der lustige Ackerbauer Willy will nun aber echt mal alles richtig machen, also machen, was die rüstige Rosi sagt. Und während sich die Olle noch im Bett wälzt, hat er schon vier Marmeladenbrote geschmiert ... Und das, wo Rosi offensichtlich eine halbe Sau als Häppchen bezeichnen würde. Trotzdem tut sie, als hätt er grad Rom erbaut und als Belohnung darf er unter ihrem Regiment den Stall ausmisten, die Kühe mit dem Dampfstrahler bearbeiten und die Rosi total gut finden. Gefälligst. Und das darf er nicht nur, das tut er auch. Auch nach dem gemeinsamen Akkordeon-Abend findet er Rosi super. Ich frag mich noch warum ... vielleicht hat er Angst, die Wahrheit zu sagen? Wird er bedroht? Wir müssen da doch was tun! Free Willy!!!!

Der junge Rinderwirt Lukas hat es sich ja nun wirklich reiflich überlegt. Die Stina kennt er ja nu schon lange genug und wer nach einer knappen Woche noch nicht weiß ob die Frau die fürs Leben ist echt nicht ganz bei der Sache. Also ist es abgemacht: man ist verliebt und steigt des morgens gemeinsam aus dem gleichen Bett doch ohje: Stina muss ja nach Hause. Da mag die Krankenkassenagestellte nicht mal das Obst haben, das Lukas ans Bett schleift. Sie will lieber Trecker fahren. Typisch, kaum sind die Mädels auf dem Hof wollen sie nur das eine. Blöd für Lukas, der hätt lieber noch ein bisschen gefummelt.

Im Frankenland überraschte Schweinebauer Harald seine Janet mit einem Frühstück im Freien. Statt der 20 Kuchen gab es diesmal auch nur Marmeladenbrötchen. Hmm, lässt wohl schon nach der Harald. Aber vielleicht hat sich die Janet auch nicht mehr verdient. Was sich bestätigte: weder beim Tandemfahren, noch bei der Feldarbeit tut sie mehr als kichern. Harald siehst das gelassen und erklärt uns die Welt: „es gibt Frauen für die Arbeit und Frauen fürs Herz und die Janet ist eine fürs Herz“ Ach so ... Ich überdenke kurz meinen eigenen Status innerhalb meiner Beziehung und entschließe mich, den Gedanken gleich wieder aufzugeben.

Der ehrliche Schäfer Lämmes hat alles gegeben und – so scheint es – auch wirklich einen Hasen geschlachtet. Messer scharf kombiniert, denn die Moni hat der Lämmes-Mutti Änni einen „Spätzlegerät“ mitgebracht. Gemeinsam brutzeln die beiden zu den schwäbischen Teigwaren ein – ACHTUNG – Geschnetzeltes. Ha! Wie auf Kommando betritt Lämmes den Raum – nanu nanu, als hätte er es gewusst, das Essen ist fertig. Fertig ist auch die Hofwoch und die tätowierte Moni muss gehen. Ja gut, Lämmes ist fertig mit der Welt, Moni kann grad noch so an sich halten, verspricht aber wieder zu kommen.

In der Oberlausitz hatte der rüstige Hühnerwirt Gerhard einen echt schweren Tag. Er hat die zerschundenen Läufer, die in seinem Wohnzimmer kreuz und quer liegen, weggeräumt. Das fand er aber so schlimm, dass er greinen musst wie eine kleine Prinzessin und die Dinger einfach wieder hingeworfen hat. Ich frag mich ja, wie er diese Fetzen wieder in dem gleichen chaotischen System in wilden Bahnen auf dem Boden verteilen kann wie vorher. Wie auch immer: das ging also gar nicht. Da trennt er sich lieber von 100 Jahren Verkrustungen in der Badewanne – dazu kommt der allerbeste Kumpel nebst allerbestem Dampfstrahler vorbei und zu zweit machen die das. Sicher schmerzt Gerhard auch der langjährige Dreck, der den Abfluss hinunterfließt. So viele Jahre haben sie miteinander in der Wanne gelegen, der Gerhard und Kollege Dreck. Tja, dafür freut sich die Barbara dann auch ganz dolle „Hmm ja, hmm, ich freu mich“. Nach so einem tränenreichen Tag ist Gerhard mit seiner Bereifung am Ende und wer will es ihm verübeln. Außer Barbara...

Donnerstag, 18. November 2010

TV-Knüller der Woche

Grenzenlose Freiheit, Mitspracherecht, Demokratie, die gelebten Grundwerte unserer Gesellschaft: So oder ähnlich klang der Eigenjubel von PRO7 als letzte Woche verkündet wurde, dass DIE ZUSCHAUER der aktuellen "Popstars"-Staffel nun abstimmen dürften, wie die neue Band heißen soll.
Ganz Deutschland sprang erregt und von den süßen Versprechungen dieser neuen Freiheit berauscht vom Sofa auf – denn endlich, nach dem „Some and Any“ – Flop der letzten Staffel, endlich dürfen wir unsere Stimme erheben, und wir dürfen es laut raus schreinen, wir dürfen wählen zwischen ….
… ja, ääähem, naja …. Ja also wir dürfen wählen zwischen "Metrochics", "Lavive" und "Panterloop"

Danke PRO7. Warum nicht gleich Pest und Cholera oder Arsch und Friedrich?

Montag, 15. November 2010

TV-Verwirrung der Woche

Der romantische Biobauer Johannes ist zwar in der aktuellen Staffel von Bauer sucht Frau bisher nur beim Scheunenfest aufgetaucht, aber schon fett in den Schlagzeilen. Und jetzt liebe Leserinnen und Leser mal ganz dolle konzentrieren, das ist jetzt kompliziert:
Der romatische Biobauer Johannes bekommt ein Baby. Also er bekommt eines gemacht. Also gemacht in dem Sinne hat er es selbst - aber auch nicht zu 100%. Also von vorne: Seine Auserwählte, die Anja, kommt zu ihm auf den Hof mit einem fremden Kuckuck im Nest. Macht dem Johannes aber nix - weil seine Ex-Gespielin Marion ja nun auch von ihm schwanger ist. Im Gegensatz zu Johannes´Ehefrau Simone - von der ist er zwar getrennt aber nicht geschieden und schwanger ist die als einzige nicht. also noch nicht, denn vielleicht hat Anja noch einen Exmann der die Simone schwängert? Während Marion im Nebenraum mit Johannes und Anjas .... naja, ich übertreibe, klar. Aber so viele (aus-)tragende Rollen sind in so einer Sendung doch gar nicht vorgesehen. Das übersteigt mein Montagabend-Auffassungsvermögen. Warum sollt ich wohl sonst so ein Zeug anschauen!!?

Sonntag, 14. November 2010

Bauer sucht Frau, Folge 3: die wahren Gesichter zeigen sich

Der charmante Schweinebauer Harald hat scheinbar einen ganz perfiden Plan: Er will die Kubanerin Janet ins Zuckerkoma zu füttern! Zum Aufwachen präsentiert er ihr einen Schokoriegel und zum kurz drauffolgenden Frühstück gibt es 4 verschiedene Kuchen. Damit sie keinen Verdacht schöpft, kippt er sich noch einen Esslöffel Zucker in den Kakao. Klappt aber nicht 100-ig und sie tobt später im Zuckerrausch einfach nur wie ein kubanisches Duracell-Häschen auf Speed über den Hof. Sie will Schlepper fahren, sie will Schweine gucken, sie will Kühe kraulen ... und ich will, dass sie endlich das Quietschen, Kichern und Hüpfen abstellt. Das erledigt der überaus charmante Schweinebauer dann aber schnell: Er erzählt ihr im Kuhstall mit Freude, dass seine nächste Kuh Janet heißen soll. Da gefriert plötzlich das grenzdebile Grinsen auf Janets Gesicht und ich kann mich endlich wieder entspannen.
Der rüstige Hühnerwirt Gerhard ist eigentlich eine ganz arme Gestalt. Nach einem unheimlich ereignisarmen Vormittag ist es passiert: Großer Fehler, Alarm, Feuerwehr und Krankenwagen sind rufbereit, der Katastrophenschutz alarmiert: er hat die Zwiebeln falsch geschnitten. So kann´s gehen, wenn man sich nicht konzentriert Gerhard. Das war RTL sogar eine Bauchbinde für Barbara wert: „Wollte Zwiebelringe satt Würfel.“ Nach diesem „Zwischenfall“ fiel Gerhard in eine Art Starre. Ich dachte eigentlich er wäre von uns gegangen, sitzend an seinem Tisch, friedlich und endlich erlöst von diesem irdischen, zwiebelfokussierten Leben. Aber als das Essen fertig war – mehr oder weniger, weil der unpraktische Kohleherd schon vor 200 Jahren ein Auslaufmodell war – kommt auch in den alten Mann wieder Bewegung und er zahlt Barbara alles zurück. Denn als sie sich über die Mühen des Kochens mit dieser hinterwäldlerischen Antik-Kochstelle beklagt meint er nur lax: „Ja, aller Anfang ist schwer ..... Für dich!“ Uiuiui, Kampfansage. Vorausgesetzt, Barbara hat sein Genuschel überhaupt verstanden. Ich tippe ja auch nur meistens.

Der schüchterne Lukas hat zwar seine Worte wieder gefunden – aber das wird er bei Stina nicht brauchen. Die hat das gemeinsame Leben nebst Nachwuchs (und wahrscheinlich dessen Leben auch) durchgeplant. Lukas macht halt einfach mit. Dafür ist er auf der Weide bei seinen „Ladies“ (also seinen Kühen) der Chef im Ring. Und weil die Ladies bestens spuren, hat er dann gleich genug Eier in der Hose, um Stina in den Arm zu nehmen. Was sie natürlich bereits berechnet hatte. In seinem Zimmer streut er dann ein paar Rosenblätter auf dem Boden herum, RTL spendiert noch ein Fläschchen Sekt und ich frag mich, ob das folgenden Rummachen wohl auch in Stinas Agenda steht ... muss wohl, den kaum sieht sie Rosenblätter, Sekt und einen Spielzeugbagger rumstehen (fragt mich jetzt bitte nicht was der Spielzeugbagger da sucht ... ich weiß es doch auch nicht) wird sie schmusig und Lukas freut sich.

Der ehrliche Schäfer Lämmes hat die tätowierte Fleischwarenfachfrau Moni gleich mal wieder zum „Kanickel mit Möhren bewerfen“ mitgenommen. Wie pietätlos ist es eigentlich, in Anwesenheit der Langohren vom Sonntagsbraten zu reden? Passenderweise drehen die Hoppler auch durch, kaum dass sich Lämmes dem Stall nähert. Der groß gewachsene Lüstling zeigt dann der tätowierten Moni mit vollem Körpereinsatz wie man eine Sense schwingt. Dabei steht er hinter ihr und griffelt ihr von hinten helfend an ihr Gerät (ARBEITSgerät!!). Dann geht´s weiter Richtung Schafweide – aber die brennen gleich mal durch, als der Lämmes die zusammentreiben will. Irgendwie fühl ich mich an die Hasen erinnert und frag mich, warum die alle so komisch reagieren, wenn Lämmes um die Ecke kommt. Er sagt: weil die nicht gewohnt sind, dass so eine schöne Frau an seiner Seite ist. Ich vermute, die sind ganz andere, noch grausamere Dinge gewohnt. Hey, ich rate ja nur!

Der lustige Ackerbauer Willy ist die ärmste Sau von allen. Und bestimmt bald nicht mehr "lustig". Da wird sich RTL aber bald mal ein anderes Adjektiv ausdenken müssen. Der schlaksige Kopfwackler dachte vielleicht, dass er die robuste Rosi mit dem obligatorischen Stallausmisten klein kriegt. Von wegen, da läuft die erst mal warm. Voll in Nörgellaune beschwert sie sich über den Dreck im Stall, später über die ungeschliffenen Tischmanieren des Bauern und als er sich immer wieder einsichtig und deeskalierend zeigt, nörgelt sie eben weiter und droht mit Auszug weil ihr eben vor allem die Tiere so leid tun in dem Dreck. Also mir persönlich tut Willy leid, sein Kopf erreicht volle Wackelstärke und ich mach mir Sorgen, dass ihn Rosi einfach kaputt kriegt demnächst. Immerhin hat ihm die robuste Köchin beigebracht wie man ein Kotelett paniert. Ob er will oder nicht. Gefälligst.

Freitag, 12. November 2010

Englische Wochen, part 4

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass vhs-Kurse nicht ausschließlich von älteren Menschen und Hausfrauen besucht werden? In meinem Kurs sitzen zum Beispiel zwei Schülerinnen Sändy und LingFu, etwa 16 bis 17 Jahre alt, zahnspangig, picklig, meist halb nackt und abwechselnd kichernd, rotzig, trotzig oder beleidigt, inklusive Schnute ziehen! Was die hier so genau wollen weiß ich auch nicht genau – ich denke aber, dass sie für einen Sportverein zu faul, für einen Tanzkurs zu steif und für einen Karnevalsverein zu zickig sind. Damit die beiden Schnutzen-Zieher überhaupt irgendwas tun außer sms-schreiben oder diese neuen Kräutermischungen rauchen, schickt man die halt in die Volkshochschule. Zum Englisch-Zertifikat. Da hat man was Eigenes – das Jodelseminar war ja leider schon so schnell voll.
Immerhin hat die Muddi von Sändy jetzt auch endlich einmal in der Woche für 3 Stunden frei vom Nachwuchs, der ständig telefoniert oder Dreck macht oder mit den Türen knallt. Oder alles auf einmal. Jetzt kann Muddi die Zeit, in aller Ruhe „Familien im Brennpunkt“, „Verdachtsfälle“ und vielleicht sogar den Anfang von der „Supernanny“ gucken. Die Frau Saalfrank, die findet die Muddi von Sändy sowieso echt „suuupi“ … wie die so ruhig bleiben kann. Also sie selber rastet ja voll aus, wenn die Sändy so trotzig tut und immer F+++ sagt und so.Geht gar nicht. Dann greift sie eben hart durch, da beißt der Schwan keinen Faden ab: Da werden dann auch schon mal die Kippen gestrichen!! Tja, Kindererziehung ist eben kein Wandertag oder wie das heißt und manchmal muss man sich eben den unbequemen Stiefel auf den Rücken schnallen und richtig mit der Faust auf den Fisch hauen um der Kurzen zu zeigen, wo der Frosch mit den Locken hängt. Hilft ja nix! Naja und ne stille Treppe – also sorry Frau Saalfrank, das ist Scheiße. Soll ich jetzt noch ein paar Stufen zimmern oder was? Neee, die vhs tut´s auch.
Die Mutter von LingFu geht noch einen Schritt weiter: die sitzt nämlich mit im gleichen Kurs und geht – so schätze ich – dem Nachwuchs so noch viel mehr auf den Zeiger!

Mittwoch, 10. November 2010

Off-Zitat der Woche

Nicht immer nur auf die Bauchbinden schauen - auch zuhören lohnt sich manchmal. Denken wir beispielsweise an Narumols Hochzeit, das to-be-continued der letzten Staffel, und an den herausragenden Off-Kommentar von Inka Bause, als sich Narumol gerade für die Feier hübsch macht:

"Die Mutter einer Tochter schaut sich im Spiegel an."

Uiuiuiuiui! Greift das nicht zu kurz? Müsste es nicht korrekt heißen:

"Die Tochter einer Mutter und eines Vaters, Schwester einer anderen Schwester, Enkelin einer Oma, Cousine von zwölf Cousinen und drei Cousins, die Nichte einer Tante nebst Onkel, die Schwägerin eines Schwagers, die Verlobte eines frommen Milchbauern, dem Sohn einer Mutter und eines Vaters, dem Enkel einer Großmutter ..."

Ihr wisst was ich meine, ich muss da jetzt nicht vollständig werden. Kurz: DER Abend wäre gelaufen, wenn man korrekt bleiben wollte ...

Montag, 8. November 2010

TV-Zitat der Woche

RTL, Das Supertalent, 06. November 2010
Pizza ist etwas ganz besonderes ... und er muss es wissen, der Umberto Napolitano,denn er ist:

"WeltmeistervonPizzakrobatisch sssweitausenacht."

Respekt Umberto!